Indien 21 Kilo Schmuggelgold in Handys entdeckt

Indische Zollbeamte haben einen großangelegten Goldschmuggel auffliegen lassen. Versteckt in Handys sollte das Edelmetall im Wert von fast einer Million Dollar ins Land gebracht werden. Am Flughafen von Chennai schlugen die Ermittler zu.


Chennai - Der indische Zoll hat Gold im Wert von fast einer Million Dollar beschlagnahmt. Das Edelmetall sollte in Batteriefächern von Handys ins Land geschmuggelt werden. 21 Kilogramm Gold sei in 80 Boxen im Frachtraum eines Flugzeugs versteckt gewesen, sagte der Finanzbeamte M.M. Pathriban.

Die Kontrolleure seien stutzig geworden, weil Mobiltelefone fast nie auf dem Luftweg, sondern zumeist per Schiff ins Land gebracht würden, so Pathriban. Deswegen hätten sie sich die Fracht in der Maschine von Hongkong nach Chennai genauer angesehen.

Der Goldschmuggel nach Indien hat zugenommen, seit die Regierung im vergangenen Jahr die Importzölle mehrfach angehoben hatte. Nach Angaben des World Gold Council wird das Metall offiziell kaum mehr nach Indien eingeführt. Inoffiziell kommt es laut indischen Behörden mit Fischerbooten aus Sri Lanka, über die Landgrenzen und per Flugzeug aus dem Nahen Osten, Singapur oder Thailand. Die Menschen horten das Edelmetall, um für schlechte Zeiten eine finanzielle Absicherung zu haben.

Bei Flugpassagieren fand der Zoll am vergangenen Wochenende in Chennai insgesamt sechs Kilogramm Gold. Ein Mann versucht den Angaben zufolge, mehr als ein Kilogramm in seinem Hintern zu schmuggeln. Ende November 2013 hatten Putzkräfte 24 Goldbarren in einer Flugzeug-Toilette entdeckt.

wit/dpa



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