Indischer Ozean Piraten entführen dänische Familie

Somalische Piraten haben im Indischen Ozean eine Yacht mit sieben Dänen an Bord in ihre Gewalt gebracht. Unter den Geiseln sind drei Kinder. Zudem kaperten Seeräuber ein Frachtschiff mit 23 Besatzungsmitgliedern.


Kopenhagen - An Bord der Yacht seien ein Ehepaar, seine drei Kinder im Alter von zwölf bis 16 Jahren und zwei weitere Erwachsene, teilte das dänische Außenministerium mit. Die Piraten hätten das Segelboot bereits Ende vergangener Woche überfallen.

Eine Ministeriumssprecherin sagte, von dem Boot sei am vergangenen Donnerstag per Funk ein Notruf ausgegangen. Die Yacht habe Kurs auf die somalische Küste genommen. Weitere Einzelheiten gab das Ministerium nicht bekannt. "Leider hat sich nun bestätigt, dass das Boot in der Gewalt von Piraten und auf dem Weg nach Somalia ist", sagte die Sprecherin. "Das ist auch mit Blick auf die Angehörigen eine äußerst schwierige Situation."

In der vergangenen Woche endete die Entführung von vier US-Seglern durch Piraten im Indischen Ozean tragisch: Die Geiseln wurden getötet, bevor sie von Mitgliedern eines US-Sonderkommandos befreit werden konnten.

Frachtschiff mit 23 Besatzungsmitgliedern

Auch einen Frachter brachten Piraten am Montag in ihre Gewalt. Etwa 260 Seemeilen nordöstlich von Oman kaperten somalische Seeräuber das unter Panama-Flagge fahrende Schiff "MS Dover". Das teilte die EU-Antipiratenmission Atalanta mit. Das Schiff sei von Pakistan aus auf dem Weg zum Hafen Salif im Jemen gewesen. Über das Schicksal der 23 Besatzungsmitglieder von den Philippinen sowie aus Rumänien und Russland gebe es derzeit keine Informationen. Auch Einzelheiten des Überfalls waren nicht bekannt. Nach Angaben der Schiffsdatenbank "vesseltracker.com" ist die "MS Dover" 193 Meter lang und 27 Meter breit.

Dagegen ist ein im vergangenen Oktober gekapertes Schiff nach Angaben der Antipiratenmission seit Freitag wieder frei. Die unter Panama-Flagge fahrende "MS Izumi" und ihre Besatzung - 20 philippinische Seeleute - sollen unterwegs zu einem sicheren Hafen sein, hieß es. Über den Zustand der Seeleute und des Schiffes nach der monatelangen Gefangenschaft gab es keine Informationen. Derzeit befinden sich mehr als 700 Seeleute vor der somalischen Küste in der Gewalt von Piraten.

ulz/dpa/AFP



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