Australische Drogendealer Indonesien lehnt Begnadigung von Todeskandidaten ab

Auch der zweite und letzte Versuch war erfolglos: Ein indonesisches Gericht hat ein Gnadengesuch von zwei zum Tode verurteilten australischen Drogenhändlern abgelehnt.


Keine Gnade für Andrew Chan, 31, und Myuran Sukumaran, 33: Die Anwälte der beiden in Indonesien wegen Drogenhandels zum Tode verurteilten Australier scheiterten mit ihrem Berufungsantrag.

Präsident Joko Widodo hatte das Gnadengesuch ohne Begründung abgelehnt. Die Anwälte der beiden Männer legten daraufhin Beschwerde ein und forderten eine Begründung der Entscheidung. Die Justiz wies die Beschwerde im Februar aber ab. Gegen diese Entscheidung legten die Anwälte Berufung ein, die nun jedoch ebenfalls vom Richter Ujang Abdullah in Jakarta zurückgewiesen wurde.

Die beiden Angeklagten waren die Anführer der Drogenbande "Bali Neun". Sie waren wegen des Versuchs, Heroin aus Indonesien zu schmuggeln, 2006 zum Tode verurteilt wurden. Es wird erwartet, dass die Australier gemeinsam mit weiteren Drogenhändlern, darunter Bürger Frankreichs, Brasiliens, Nigerias, Ghanas und der Philippinen, hingerichtet werden.

Der Fall hat zu einem heftigen diplomatischen Streit zwischen Jakarta und Canberra geführt. Auch Frankreich und Brasilien bemühen sich darum, ihre Bürger vor der Hinrichtung zu retten. Mehrere Berufungsanträge von Mitgliedern der Gruppe laufen noch.

als/dpa/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.