Innovative Verbrechensbekämpfung Mit Sex-Entzug und rosa Farbe gegen das Böse

Geliebte von Verbrechern verweigern den Sex. Eine Stadt hüllt sich in sanftes Rosa. Polizisten rücken mit Gute-Laune-Mobilen aus. Es sind exotische Methoden, auf die Verbrechensbekämpfer in aller Welt gerade verfallen - doch so kurios sie sind: Einige helfen wirklich.

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Hamburg - Sie wollten ihre Männer zur Vernunft bringen, sie überzeugen, dass das Morden ein Ende haben muss. Die Frauen aus Pereira in Kolumbien wussten, dass das ein schwieriges Unterfangen würde - also zogen sie alle Register. Als pädagogische Maßnahme ließen sie ihre Männer abblitzen. Sie riefen einen Streik der geschlossenen Beine aus.

Rosafarbene Unterwäsche von Häftlingen in Arizona: Eines der Mittel zur Verbrechensbekämpfung
AP

Rosafarbene Unterwäsche von Häftlingen in Arizona: Eines der Mittel zur Verbrechensbekämpfung

Die Polizei in Sachsen greift auf eine nicht so körperbetonte Methode zurück - allerdings dürfte sie den meisten Menschen nicht weniger nahe gehen: Neben Wasserwerfern, Schlagstöcken und gepanzerten Uniformen benutzen die Beamten jetzt als Vorkehrung bei Demonstrationen auch Schlagermusik. Andernorts in Deutschland wird klassische Musik zum Gassenhauer der Kriminalitätsprävention.

Besonders chic in der Verbrechensbekämpfung ist aktuell auch die Farbe Rosa. Sie besänftige die Menschen, mache sie friedliebend und gefügig. Das ist das eine Argument. Das andere: Rosa demütigt Verbrecher - deshalb müssen sie pinke Shorts tragen.

Derlei außergewöhnlichen Methoden bereichern die klassische Verbrechensbekämpfung um nicht unwirksame Varianten. SPIEGEL ONLINE stellt die originellsten Versuche vor.



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