Silvester in Österreich Polizei in Innsbruck ermittelt wegen sexueller Übergriffe

In Innsbruck soll es an Silvester mehrfach zu sexuellen Übergriffen gekommen sein. Die österreichische Polizei sucht nach den mutmaßlichen Tätern.


In der Silvesternacht ist es offenbar in Innsbruck zu mehreren sexuellen Übergriffen auf junge Frauen gekommen. Bisher hätten sich 18 Opfer gemeldet, sagte Ernst Kranebitter vom Tiroler Landeskriminalamt. Sie hätten angegeben, von Gruppen von bis zu zehn Männern im Stadtzentrum bedrängt und sexuell belästigt worden zu sein.

"So etwas ist bei uns noch nicht vorgekommen", sagte Kranebitter. Die Männer hätten um ihre Opfer herumgetanzt und ihnen dann plötzlich an die Brüste oder zwischen die Beine gefasst. Die Frauen seien allesamt um den Jahreswechsel herum attackiert worden, als der Tumult am größten gewesen sei, deshalb seien die Übergriffe für Umstehende meist unbemerkt geblieben.

Von den Tätern fehlt bisher jede Spur. Zwar gibt es nach Polizeiangaben Amateuraufnahmen von den Übergriffen, doch deren Qualität sei zu schlecht, um die Männer identifizieren zu können. Laut "Standard" hatten die Opfer angegeben, die mutmaßlichen Täter seien südländischen Typs und unter 30 Jahre alt.

Die "Tiroler Tageszeitung" zitierte Innsbrucks Polizeikommandant Martin Kirchler, der sagte, die Herkunft der Täter sei aufgrund der Opferaussagen zwar noch nicht eindeutig zuzuordnen, es deute aber vieles auf "den nordafrikanischen oder zentral- bis südasiatischen Raum" hin.

Die Übergriffe ähneln den Vorfällen in der Silvesternacht vor einem Jahr in Köln. Damals hatten Hunderte Männer vor dem Hauptbahnhof Frauen sexuell belästigt und bestohlen. Um ähnliche Vorkommnisse zu verhindern, hatte die Polizei in Wien zum diesjährigen Silvester kostenlos 6000 Taschen-Alarmgeräte verteilt.

cnn/AFP



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