Im Westen Russlands Tote und Verletzte bei Schusswaffenangriff in Schule

In der Stadt Ischewsk im Westen Russlands hat es einen Angriff in einer Schule gegeben. Dabei wurden mindestens 15 Menschen getötet - unter ihnen viele Kinder.
Einsatzkräfte am Tatort

Einsatzkräfte am Tatort

Foto: Ilyas Bekmansurov / ITAR-TASS / IMAGO

In Russland sind bei einem Amoklauf an einer Schule etliche Menschen erschossen worden.

Die Nachrichtenagentur Ria Nowosti berichtet von 15 Toten, darunter elf Kinder. 24 Menschen sollen verletzt worden sein, zwei davon sind Erwachsene. Zuvor hatten die Behörden die Zahlen der Toten und Verletzten niedriger angegeben.

Die Gewalttat ereignete sich am Montag in der Stadt Ischewsk, rund tausend Kilometer östlich der Hauptstadt Moskau, teilte das russische Innenministerium im Messengerdienst Telegram mit. Der mutmaßliche Schütze sei mit zwei Pistolen bewaffnet gewesen und habe sehr viel Munition dabeigehabt, meldete die Nachrichtenagentur Tass. Der Angreifer soll Suizid begangen haben, Polizisten vor Ort hätten seine Leiche gefunden.

Inzwischen wurde seine Identität geklärt: Die Ermittler gaben am Nachmittag bekannt, es handele sich um einen 34-Jährigen, der einst Schüler an der Schule Nr. 88 gewesen sei.

»Eine Tragödie«

»In Udmurtien gab es heute eine Tragödie«, hatte Gouverneur Alexander Bretschalow kurz nach der Tat gesagt. Ein Mann sei in die Schule eingedrungen und habe einen Wachmann getötet. »Es gibt Opfer unter den Kindern und Verletzte«, sagte er. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Ischewsk ist die Hauptstadt der Republik Udmurtien im Westen Russlands. In den vergangenen Jahren gab es mehrere Angriffe auf russische Erziehungseinrichtungen. Im Mai 2021 tötete ein bewaffneter Mann in der Stadt Kasan sieben Kinder und zwei Erwachsene. Im April 2022 kamen zwei Kinder und ein Lehrer bei einem Angriff auf einen Kindergarten nahe Uljanowsk ums Leben.

kha/ala/AFP/Reuters
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