Italien Fünf Tote bei Blutbad auf Bauernhof

Auf einem Bauernhof in Kalabrien wurden fünf Männer in einem Streit um Landbesitz erschossen. Der Vater und seine vier Söhne wurden von den Tätern überrascht, die Polizei sprach von einer "präzisen Spur" zu den Mördern. 


Vibo Valentia - Unbekannte haben am Montag in Süditalien einen Vater und seine vier Söhne erschossen. Als die Polizei den Tatort, einen Bauernhof in dem Ort Filandari bei Vibo Valentia in Kalabrien erreichte, waren vier der Opfer tot. Das fünfte starb auf dem Weg ins Krankenhaus, wie italienische Medien berichteten.

Nach ersten Erkenntnissen der Carabinieri handelte es sich nicht, wie zunächst anzunehmen war, um einen Racheakt der kalabrischen Mafia 'Ndrangheta. Vielmehr könnte ein Streit um Landbesitz in der Gegend der Auslöser gewesen sein. Als die Täter kamen, waren der 61-jährige Vater und die vier Söhne im Alter von 19 bis 37 Jahren auf dem Hof. Es gebe einen Augenzeugen der Tat, hieß es.

Mindestens zwei Täter hätten die Familie am Abend auf dem Bauernhof überrascht, mit Pistolen das Feuer auf sie eröffnet und dann das Weite gesucht. Der Vater und zwei Söhne wurden außerhalb des Gebäudes gefunden, die beiden anderen im Haus. Die Ermittler gaben an, sie verfolgten eine "präzise Spur" zu den Mördern.

luk/dpa

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