Italien Krankenschwester soll 13 Patienten getötet haben

Binnen eines Jahres soll sie mehr als ein Dutzend Kranke getötet haben: In der Nähe des italienischen Livorno hat die Polizei eine Pflegerin festgenommen.


Die Polizei in Italien hat eine mutmaßliche Serienmörderin gefasst. Wie italienische Zeitungen berichten, soll die Krankenschwester 2014 und 2015 mindestens 13 Patienten in einem Krankenhaus in der Küstenstadt Piombino getötet haben. Das Motiv der Frau ist unklar, ihre Opfer sollen unter völlig unterschiedlichen Krankheiten gelitten haben.

Die Frau habe als Pflegerin in der Anästhesie und der Intensivstation gearbeitet und werde nun wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt, schreibt der "Corriere della Sera". Sie habe die Patienten mit denselben Instrumenten getötet, mit denen eigentlich Leben gerettet werden sollen: Infusionen, Spritzen sowie ein Medikament, das den Ermittlern zufolge nicht mehr eingesetzt wird.

Die Polizei in der toskanischen Provinzhauptstadt Livorno war der Beschuldigten nach monatelangen Recherchen auf die Schliche gekommen, wie die Tageszeitung "La Repubblica" meldet. Unter anderem seien Videoaufnahmen ausgewertet worden. Bei Durchsuchungen in der Klinik und der Wohnung der Angeklagten seien zudem verdächtige Gegenstände gesichert worden.

Ein ähnlicher Fall hatte in Deutschland zuletzt für Schlagzeilen gesorgt: Das Landgericht Oldenburg hatte im vergangenen Jahr den früheren Krankenpfleger Niels H. unter anderem wegen Mordes und Mordversuchs an Patienten am Klinikum Delmenhorst zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Prozess hatte er gestanden, von 2003 bis 2005 etwa 30 Patienten getötet zu haben, indem er ihnen ein Herzmedikament spritzte. Er habe die Opfer danach wiederbeleben wollen.

mxw



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