Operation "Genuesischer Schnee" Zollfahnder beschlagnahmen zwei Tonnen Kokain in Italien

Die Polizei spricht vom größten Kokain-Fund seit 25 Jahren: Zollfahnder haben im Hafen von Genua mehr als zwei Tonnen Kokain sichergestellt. Die Drogen sollen einen Marktwert von etwa 500 Millionen Euro haben.


Die italienische Polizei hat eigenen Angaben zufolge mehr als zwei Tonnen Kokain mit einem Verkaufswert von etwa einer halben Milliarde Euro beschlagnahmt. Das Kokain sei vergangene Woche in 60 Säcken verpackt im Hafen von Genua entdeckt worden, teilten die Ermittler mit. Die Säcke befanden sich demnach in einem Schiffscontainer aus Kolumbien mit der spanischen Metropole Barcelona als Ziel.

Es handele sich um den größten Kokain-Fund seit 25 Jahren, teilte die Polizei mit. Die Drogen stammten demnach von mehreren Verbrechersyndikaten, die mit dem sogenannten Golf-Clan zusammenarbeiten. Dieses berüchtigte kolumbianische Drogenkartell ist für gut 70 Prozent der Kokain-Produktion in Kolumbien verantwortlich. Es setzt Gewalt und Einschüchterung ein, um die Produktion und den Handel mit Kokain zu kontrollieren.

Dem Schlag gegen das Kartell waren den Angaben zufolge während der Operation "Genuesischer Schnee" Ermittlungen der italienischen Polizei gemeinsam mit Kollegen aus Kolumbien, Großbritannien und Spanien vorausgegangen. Bei dem Polizeieinsatz sei ein 59 Jahre alter Mann aus Spanien festgenommen worden.

Bereits am Mittwoch war der Fund von knapp 650 Kilogramm Kokain in der norditalienischen Hafenstadt Livorno bekannt gegeben worden. Die Drogen waren in einem Schiffscontainer mit Kaffeebohnen versteckt und hatten einen Wert von 130 Millionen Euro. Auch dieser Container, der aus Honduras gekommen und in Costa Rica auf ein anderes Schiff verladen worden war, hätte nach Angaben der Polizei nach Barcelona transportiert werden sollen.

wit/dpa/AFP



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