Millionen-Rechtsstreit Kachelmann einigt sich mit Burda

Jörg Kachelmann sieht sich durch die Berichterstattung in den Medien verleumdet. Vom Burda-Verlag forderte der TV-Moderator deshalb eine Million Euro. Jetzt haben sich beide Seiten außergerichtlich geeinigt.

Wettermoderator Jörg Kachelmann: Vorwurf der Verleumdung
DPA

Wettermoderator Jörg Kachelmann: Vorwurf der Verleumdung


Der Fernsehmoderator Jörg Kachelmann hat sich im Rechtsstreit mit der Hubert Burda Media außergerichtlich geeinigt. Das bestätigten Kachelmanns Anwalt Ralf Höcker und eine Sprecherin von Burda. Über die Konditionen wurde Stillschweigen vereinbart.

Kachelmann hatte eine Million Euro für Berichte gefordert, die über ihn in den Magazinen "Bunte" und "Focus" erschienen waren. Über die außergerichtliche Einigung hatte als erstes der Branchendienst "Meedia" berichtet.

Kachelmann war im Mai 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden. Er sieht sich durch die Prozess-Berichterstattung weiter Teile der Medien verleumdet und hat mehrere Medienunternehmen verklagt. In seinem Rechtsstreit mit dem Springer-Verlag war kein Vergleich zustande gekommen - in diesem Verfahren soll das Landgericht Köln am 2. September entscheiden. Hier fordert Kachelmann für Berichte von Bild.de und "Bild"-Zeitung 2,25 Millionen Euro.

aar/dpa



insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
darkace82 21.05.2015
1. Hoffentlich....
hat er Burda gut zahlen lassen. Der Umgang der Medien mit diesem Prozess und der Person Kachelmann war skandalös und beschämend. Nur leider nichts besonderes...
kosaptes 21.05.2015
2. Schön
durchaus schön, dass sich mal einer effektiv wehrt.
behuf 21.05.2015
3. Aus Wiki:
"Am 31. Mai 2011 endete das erstinstanzliche Verfahren vor dem Landgericht Mannheim mit einem Freispruch im "Zweifel für den Angeklagten"." Ein kompletter Freispruch sieht anders aus.
compiler 21.05.2015
4.
Zitat von behuf"Am 31. Mai 2011 endete das erstinstanzliche Verfahren vor dem Landgericht Mannheim mit einem Freispruch im "Zweifel für den Angeklagten"." Ein kompletter Freispruch sieht anders aus.
Mir scheint, als würden Sie das fundamentalste Prinzip eines Rechtsstaats nicht genau kennen: bei einem Freispruch spielt es keine Rolle, ob aus "Mangel an Beweisen" oder aus "erwiesener Unschuld". Er ist rechtskräftig, also "komplett" freigesprochen worden und damit unschuldig!
chjuma 21.05.2015
5. sein Leben
ist nicht wieder so einzurichten wie vor dem Skandal. Ich hoffe und wünsche Herrn Kachelmann, dass er wenigstens finanziell adäquat entschädigt wird.
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