DNA-Spur Staatsanwaltschaft gibt Unterlassungserklärung im Fall Kachelmann ab

Jörg Kachelmann hat vor Gericht einen weiteren Erfolg erzielt. Die Staatsanwaltschaft Mannheim darf Äußerungen zu DNA-Spuren auf einem vermeintlichen Tatmesser nicht wiederholen.

Jörg Kachelmann
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Wetterexperte Jörg Kachelmann hat vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg einen juristischen Erfolg erzielt. Der Staatsanwaltschaft Mannheim seien Äußerungen untersagt worden, wonach DNA-Spuren an einem vermeintlichen Tatmesser von Kachelmann stammten, sagte dessen Anwalt Florian Heinze.

Das Messer hatte eine Rolle gespielt beim Prozess 2010/2011, in dem Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen wurde. Das Oberlandesgericht Frankfurt entschied vergangenes Jahr in einem Zivilprozess, dass seine Ex-Geliebte ihn bewusst falsch beschuldigt hatte. Kachelmann arbeitet weiterhin als Meteorologe, unter anderem für SPIEGEL DAILY.

Laut einer von Kachelmanns Anwalt herausgegebenen Pressemitteilung hat die Staatsanwaltschaft trotz des Freispruchs behauptet, DNA-Anhaftungen an einem möglichen Tatmesser stammten von Kachelmann.

Ein Sprecher des Verwaltungsgerichtshofs in Mannheim sagte, das Land Baden-Württemberg habe nach der Erörterung eine Unterlassungserklärung zu Protokoll gegeben. "Daraufhin wurde der Streit als erledigt erklärt. Es erging kein Urteil", teilte er mit. Das Land wurde bei dem Verfahren demnach von der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe vertreten.

bam/dpa



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