Sexueller Missbrauch Judo-Olympiasieger Seisenbacher schuldig gesprochen

Ihm wurde der sexuelle Missbrauch von drei Minderjährigen während seiner Zeit als Trainer vorgeworfen: Ex-Judoka Peter Seisenbacher ist nun verurteilt worden. Gegen den Richterspruch kann er aber noch Berufung einlegen.

Peter Seisenbacher (r.) vor Gericht
REUTERS/Leonhard Foeger

Peter Seisenbacher (r.) vor Gericht


Der österreichische Judo-Olympiasieger Peter Seisenbacher ist wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der 59-Jährige wurde am Montag am Wiener Landesgericht in vollem Umfang für schuldig befunden.

Richter Christoph Bauer sagte bei der Urteilsverkündung, die Belastungszeuginnen hätten einen "außerordentlich glaubwürdigen" Eindruck gemacht. "Wir haben nicht den Eindruck gehabt, dass die drei lügen, sich geirrt oder abgesprochen haben", sagte Bauer.

Seisenbacher, der zu Beginn des Verfahrens auf nicht schuldig plädiert hatte, wurde sexueller Missbrauch von drei Minderjährigen während seiner Zeit als Trainer vorgeworfen. Gegen das Urteil kann von beiden Seiten noch Berufung eingelegt werden.

Seisenbacher, der 1984 in Los Angeles und 1988 in Seoul Olympiagold im Mittelgewicht geholt hatte, war am 19. Dezember 2016 dem ersten Verhandlungstermin am Wiener Straflandesgericht unentschuldigt ferngeblieben und anschließend untergetaucht. Zunächst wurde er in der ukrainischen Hauptstadt Kiew festgenommen, später jedoch wieder freigelassen. Erst vor wenigen Wochen wurde er beim Grenzübertritt von der Ukraine nach Polen erneut aufgegriffen.

ptz/sid



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