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25. April 2019, 15:45 Uhr

Jülich in Nordrhein-Westfalen

Hund stirbt in heißem Auto

Ein 52-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen ließ wohl zum wiederholten Male seinen Hund im Auto zurück: "Es geht ihm gut!", schrieb er. Doch das Tier hat den Aufenthalt in dem warmen Wagen nicht überlebt.

Im nordrhein-westfälischen Jülich hat ein Mann seinen Hund bei hohen Temperaturen so lange in seinem Auto eingesperrt, dass das Tier starb. Der Halter hatte auf dem Armaturenbrett einen Zettel mit fragwürdigem Inhalt hinterlassen: "An alle Neugierigen! Es sitzt ein Hund im Auto, ich weiß das und es geht ihm gut! Jetzt kümmern Sie sich um Ihre Sachen, und mischen Sie sich nicht in Dinge, die Sie nichts angehen!"

Die Polizei geht aufgrund dieser Nachricht davon aus, dass der 52-Jährige das Tier nicht das erste Mal in seinem Wagen zurückließ. Stundenlang war der Hund am Mittwoch zur Mittagszeit bei 25 Grad Außentemperatur und geschlossenen Scheiben im Wagen eingesperrt gewesen, wie die Polizei mitteilte. Die Feuerwehr habe noch eine Autoscheibe eingeschlagen und versucht, den Hund zu befreien. Da sei er aber schon tot gewesen.

Der Halter, der während des Einsatzes aufgetaucht sei, habe der Polizei gesagt, er habe den Hund zwei Stunden zuvor mit Wasser versorgt. "Aufgrund der Auffindesituation - komplett feuchter Innenraum, beschlagene Scheiben - kamen bei den Beamten vor Ort an dieser Schilderung Zweifel auf", schrieb die Polizei. Gegen den 52-Jährigen aus Hattingen werde nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.

Die Polizei warnte Hundehalter davor, ihre Tiere in verschlossenen Wagen zurückzulassen: "Die Temperaturen im Inneren können schnell steigen - auch bei vermeintlich milden Außentemperaturen. Hunde können diese nicht ausgleichen, ihnen droht ein Hitzschlag." Lesen Sie hier mehr dazu, was Haustierbesitzer bei Wärme beachten sollten.

bbr/dpa

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