JVA Kassel Häftling soll Zellengenossen getötet haben

In einem Gefängnis in Kassel ist ein Häftling tot aufgefunden worden. Zunächst deutete nichts auf Fremdverschulden hin, doch bei der Obduktion der Leiche fielen Verletzungen am Hals auf. Verdächtigt wird nun der Zellengenosse des Mannes.

Gefängnisflügel der JVA Kassel I: Verdacht eines vorsätzlichen Tötungsdelikts
DPA

Gefängnisflügel der JVA Kassel I: Verdacht eines vorsätzlichen Tötungsdelikts


Kassel - Ein 54-jähriger Häftling soll in der Justizvollzugsanstalt Kassel I von seinem Zellengenossen getötet worden sein. Das Opfer war am Sonntagmorgen gegen 7:20 Uhr tot aufgefunden worden, zunächst deutete jedoch nichts auf Fremdverschulden hin, wie die Staatsanwaltschaft Kassel mitteilte. Erst bei der angeordneten Obduktion stellten Rechtsmediziner Gewalteinwirkung am Hals des Toten fest.

Tatverdächtig ist ein 37-jähriger Häftling, der sich mit dem Opfer eine Zelle geteilt hat. Angaben zum Hintergrund oder zu einem möglichen Motiv machte die Staatsanwaltschaft nicht. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachts eines vorsätzlichen Tötungsdelikts.

Der mutmaßliche Täter sitzt den Angaben zufolge wegen Raubes und schwerer Körperverletzung ein. Der 54-Jährige hatte eine Haftstrafe wegen Bandendiebstahls zu verbüßen.

aar/dapd



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