Schadensersatz-Prozess Kachelmann verliert gegen Ex-Geliebte

Schlappe in erster Instanz: Fernsehmoderator Jörg Kachelmann hat den Schadensersatz-Prozess gegen seine ehemalige Geliebte verloren. Das Landgericht Frankfurt wies die Klage auf Erstattung von Gutachterkosten ab.

Jörg Kachelmann im Oktober vor dem Landgericht in Frankfurt am Main
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Jörg Kachelmann im Oktober vor dem Landgericht in Frankfurt am Main


Frankfurt am Main - Es ging um Gutachterkosten in Höhe von 13.000 Euro: Zweieinhalb Jahre nach dem Freispruch im Strafprozess wegen Vergewaltigung wies das Landgericht Frankfurt im Zivilverfahren Jörg Kachelmanns Klage auf Schadensersatz ab.

Die ehemalige Geliebte des Moderators, Claudia D., hatte den Schweizer Wetterexperten im Februar 2010 wegen Vergewaltigung angezeigt. Nach dem Freispruch im Strafprozess im Mai 2011 hatte Kachelmann vor dem Zivilgericht auf Ersatz von Gutachterkosten in Höhe von rund 13.000 Euro geklagt. Die Begründung: Die Radiomoderatorin habe ihn zu Unrecht der Vergewaltigung beschuldigt, um ihn ins Gefängnis zu bringen.

Anders als im Strafprozess musste Kachelmann im Zivilverfahren selbst darlegen und beweisen, dass Claudia D. bei ihren Vorwürfen die Unwahrheit gesagt hat. Im Zivilverfahren waren zwei Versuche der gütlichen Einigung gescheitert.

Im Strafverfahren hatte das Landgericht Mannheim Kachelmann 2011 zwar nach dem Grundsatz "Im Zweifel für den Angeklagten" freigesprochen - zugleich aber betont, dass dies nicht mit dem Nachweis einer falschen Beschuldigung durch Claudia D. verbunden sei.

ala/dpa

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