Acht Soldaten vermisst, einer stirbt Amtrac-Landepanzer sinkt vor der Küste Kaliforniens

Acht Soldaten werden noch vermisst: Nach einem Unglück mit einem militärischen Amphibienfahrzeug vor der US-Küste suchen Retter nach Opfern des Untergangs.
Amtrac im Einsatz (Archivbild): Schwimmende Panzer für den Truppentransport

Amtrac im Einsatz (Archivbild): Schwimmende Panzer für den Truppentransport

Foto: U.S. Navy/ ZUMA Wire/ imago images

Vor der Küste Kaliforniens ist ein Amtrac genanntes Amphibienfahrzeug des US-Militärs gesunken. Mindestens ein US-Soldat kam bei dem Unglück ums Leben. Acht weitere Soldaten würden noch vermisst, teilte die US-Armee mit.

Demnach befanden sich 16 Soldaten - 15 Marineinfanteristen und ein Soldat der US-Navy - bei einer Übung nahe der Insel San Clemente an Bord des Amphibienfahrzeugs, als Wasser eindrang. Obwohl andere Einheiten schnell reagierten, sank das 26 Tonnen schwere, panzerartige Fahrzeug.

Acht Soldaten wurden bei dem Unglück am Donnerstag etwa eine halbe Seemeile vor der Insel im Besitz des US-Militärs geborgen. Einer von ihnen wurde später für tot erklärt, zwei weitere wurden in Krankenhäusern behandelt. Einer der Soldaten schwebte in Lebensgefahr. "Buchstäblich jede verfügbare Ressource, die uns zur Verfügung steht", sei im Einsatz, sagte Joseph Osterman vom US-Militär.

Für Taucher zu tief

Nach den anderen acht Soldaten wird weiter gesucht. An der Rettungs- und Suchaktion sind zahlreiche Schiffe von Schlauchbooten bis hin zu einem Zerstörer sowie Helikopter von US-Armee und Küstenwache beteiligt.

Die Retter gehen davon aus, dass das Amtrac mehrere Hundert Meter tief auf den Meeresgrund gesunken ist, wie Osterman sagte. Das ist für Taucher zu tief, um es zu erreichen. Militär und Küstenwache diskutierten nun Möglichkeiten, das gesunkene Fahrzeug zu erreichen, um einen Blick in das Innere zu bekommen.

Alle Marines an Bord gehörten zur 15. Marine Expeditionary Einheit, die im nahe gelegenen Camp Pendleton stationiert ist. Sie waren zwischen 19 und Anfang 30 Jahre alt, alle trugen laut Osterman Kampfausrüstung und Schwimmwesten.

US-Marines bei einer Übung auf den Philippinen 2016: Selbst schwimmfähig

US-Marines bei einer Übung auf den Philippinen 2016: Selbst schwimmfähig

Foto: Bullit Marquez/ AP

Amtracs, kurz für amphibischer Traktor, sind so konstruiert, dass sie von selbst schwimmen können, sie sind seit 1972 im Einsatz. Das Fahrzeug verfügte über drei wasserdichte Luken und zwei große Truppenluken, es war eines von insgesamt 13 beteiligten Schiffen an der Übung.

Der Kommandeur des Marinekorps, General David Berger, setzte nach dem Unglück die Wasseroperationen von mehr als 800 amphibischen Angriffsfahrzeugen vorläufig aus, bis die Ursache des Untergangs geklärt ist. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme.

apr/AFP/AP
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