Kalifornien Diözese zahlt Millionen an Opfer sexuellen Missbrauchs

198,1 Millionen Dollar (144,64 Millionen Euro) bekommen die 144 Männer und Frauen, die von Priestern der Diözese von San Diego missbraucht worden sein sollen. Dies ist die zweithöchste Summe, die eine Diözese in den USA bisher in solchen Fällen gezahlt hat.


San Diego - Die Einigung kam nach zweitägigen Gesprächen vor Gericht zwischen Vertretern der Diözese, Anwälten und einigen der mutmaßlichen Opfer zustande. Damit wurden nach mehr als vierjährigem Rechtsstreit die Klagen von 144 mutmaßlichen Missbrauchsopfern beigelegt.

Jeder der Kläger erhält im Schnitt etwa 1,4 Millionen Dollar. Die Diözese hatte ursprünglich eine Entschädigungszahlung von insgesamt 95 Millionen Dollar angeboten, die Kläger forderten 200 Millionen Dollar.

Erst im Juli hatte die Erzdiözese von Los Angeles über 500 Männern und Frauen, die von pädophilen Priestern missbraucht wurden, eine Entschädigung in Höhe von 660 Millionen zugesagt. Dies ist die teuerste Einigung im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch durch katholische Geistliche seit dem ersten öffentlichen Bekanntwerden solcher Vorfälle 2002 in Boston.

Der Erzbischof von Los Angeles, Kardinal Roger Mahony, hatte sich bei den Opfern öffentlich für den jahrelangen Missbrauch in den Gemeinden seiner Diözese entschuldigt.

esp/dpa/AP



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