Potenzieller Attentäter festgenommen US-Kriegsveteran soll Bombenanschläge geplant haben

In Kalifornien wurden offenbar mögliche weitere Terroranschläge verhindert. Das FBI hat einen Verdächtigen festgenommen, der Material für einen geplanten "Massenmord" gekauft haben soll.

Eine FBI-Agentin gibt nach Schüssen auf eine kalifornische Synagoge am vergangenen Samstag ein Interview.
Denis Poroy/AP

Eine FBI-Agentin gibt nach Schüssen auf eine kalifornische Synagoge am vergangenen Samstag ein Interview.


In Los Angeles hat die US-Bundespolizei FBI einen 26 Jahre alten Mann verhaftet, dem die Planung mehrerer Terroranschläge vorgeworfen wird. Konkret soll er ein Bombenattentat auf eine Nazi-Kundgebung am vergangenen Sonntag in Long Beach geplant haben. Die Veranstaltung fand aber nicht statt.

Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen US-Kriegsveteranen handeln, der in Afghanistan im Einsatz war. Angeblich soll der Mann zum Islam konvertiert sein. Laut Gerichtsunterlagen soll er mit einem Informanten über mehrere Attentate auf Juden, Kirchen und Polizisten gesprochen haben. Sein Motiv sei gewesen, den Terroranschlag im neuseeländischen Christchurch mit mehr als 50 Todesopfern rächen zu wollen.

In der Anklageschrift heißt es, der Verdächtige habe "eine Massenvernichtungswaffe bauen und einsetzen wollen, um einen Massenmord durchzuführen". Wie aus der schriftlichen Erklärung der FBI-Agentin Tasha Cooldige hervorgeht, soll er neben Nägeln auch Sprengstoff und Zünder gekauft haben, die aber nicht funktionstüchtig gewesen seien.

Hätten die Sicherheitsbehörden den Plan nicht vereitelt, wäre es der zweite Anschlag in Kalifornien am vergangenen Wochenende gewesen. Am Samstag hatte ein 19-Jähriger in einer Synagoge in San Diego eine 60 Jahre alte Frau erschossen und drei weitere Personen verletzt, darunter ein achtjähriges Mädchen. US-Präsident Donald Trump verurteilte "das Übel des Antisemitismus und des Hasses".

mmm/ap



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