Kalifornien Neuer Prozess nach Feuer bei Technoparty mit 36 Toten

36 Menschen starben bei einer Lagerhaus-Party in Kalifornien, ein erster Prozess endete mit einem Freispruch. Nun muss sich der Betreiber eines Künstlerkollektivs allerdings erneut vor Gericht verantworten.

Feuerwehrleute vor ausgebranntem Lagerhaus in Oakland, Kalifornien (Archivbild): Neuer Prozess gegen Vermieter des "Ghost Ship"
AFP

Feuerwehrleute vor ausgebranntem Lagerhaus in Oakland, Kalifornien (Archivbild): Neuer Prozess gegen Vermieter des "Ghost Ship"


Nach einem verheerenden Feuer mit 36 Toten bei einer Lagerhaus-Party im kalifornischen Oakland gibt es einen neuen Gerichtsprozess. Derick Almena, der Vermieter der Halle, muss sich einem weiteren Verfahren wegen fahrlässiger Tötung in 36 Fällen stellen, teilte die zuständige Richterin im Bezirk Alameda County mit.

Almena hatte das als "Ghost Ship" (Geisterschiff) bekannte Lagerhaus an Künstler vermietet. Ein erstes Verfahren gegen ihn war Anfang September geplatzt, nachdem die Geschworenen kein einstimmiges Urteil erreichen konnten.

Die Richterin hatte daraufhin ein sogenanntes Fehlverfahren (Mistrial) erklärt. Der Mitangeklagte Max Harris, der in dem Lagerhaus Veranstaltungen organisierte, war dagegen bereits vom Verdacht der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden. Für die beiden Männer standen im Falle eines Schuldspruchs jeweils bis zu 39 Jahre Haft im Raum.

Bei dem Feuer im Dezember 2016 waren 36 Menschen ums Leben gekommen. Auch ein in Kalifornien lebender Deutscher war unter den Opfern.

Die Anklage hatte den Betreibern im ersten Prozess vorgeworfen, in dem zweistöckigen Gebäude eine regelrechte Feuerfalle geschaffen zu haben. Es hätte nur als Lagerhalle, nicht aber zum Wohnen oder für Veranstaltungen genutzt werden dürfen.

Die Verteidigung argumentierte, dass die Behörden keine Sicherheitsmängel beanstandet hätten. Die genaue Ursache für den Brand konnte nicht ermittelt werden.

fek/dpa



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