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Kalifornien Sieben Tote bei Schießerei an US-Universität

Bei einer Schießerei nahe einer privaten religiösen Universität im kalifornischen Oakland wurden sieben Menschen getötet und mehrere verletzt. Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest. Der mutmaßliche Täter soll ein ehemaliger Student sein.

San Francisco - Ein Mann hat nach Angaben der US-Polizei an einer privaten religiösen Universität im Norden Kaliforniens um sich geschossen und mindestens sieben Menschen getötet. Die Polizei sprach von sieben Toten und drei Verletzten. Der Zwischenfall wurde um kurz nach 10.30 Uhr (Ortszeit) an der Oikos-Universität in Oakland gemeldet.

Demnach eröffnete dort ein Mann im Alter zwischen 40 und 50 Jahren das Feuer. Fernsehbilder zeigten Polizisten, die das Gebäude auf der Suche nach dem Verdächtigen durchsuchten und umstellten, Studenten wurden in Sicherheit gebracht. Außerdem war zu sehen, wie Verletzte aus dem Haus getragen wurden.

Krankenwagen waren vor Ort, Leichen lagen mit Tüchern und Planen bedeckt auf dem Gelände der Universität in Oakland. Eine Sprecherin vom Highland Krankenhaus teilte mehrere Stunden nach der Schießerei mit, dass fünf Opfer in Behandlung seien. Er habe etwa 30 Schüsse gehört, sagte Pastor Jong Kim, der die Universität vor zehn Jahren gründete. "Ich blieb in meinem Büro", sagte er.

Ein Verdächtiger wurde festgenommen, teilte die Polizei mit. Laut dem US-Fernsehsender "ABC7News" wurde der mutmaßliche Schütze auf einem Parkplatz eines Einkaufszentrums festgenommen. Es soll sich um einen Mann asiatischer Abstammung handeln. Über ein mögliches Motiv wurde zunächst nichts bekannt. Ob es eventuell noch weitere Täter gebe, werde noch untersucht.

Schütze soll ein ehemaliger Student der Universität sein

Wie ein Vertreter der Einrichtung gegenüber der "Oakland Tribune" sagte, soll es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen früheren Krankenpflegeschüler handeln. Er sei aber nicht sicher, ob der Mann von der Schule verwiesen worden sei oder sie freiwillig verlassen habe, sagte Pastor Kim der Zeitung.

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Tödliche Schüsse an US-Universität: Mann erschießt mehrere Menschen in Oakland

Foto: Peter Dasilva/ dpa

Die 52-jährige Augenzeugin Angie Johnson sagte dem "San Francisco Chronicle", eine junge Frau, die am Arm blutete, sei aus dem Gebäude gekommen und habe gerufen: "Auf mich ist geschossen worden." Die Verletzte habe gesagt, bei dem Schützen handele es sich um einen Kommilitonen aus einem Pflegekurs. Er sei aufgestanden, habe einem Menschen aus nächster Nähe in die Brust und anschließend wild um sich geschossen, berichtete Johnson. "Sie sagte, er habe schon immer wirr ausgesehen. Aber sie ahnten nicht, wie weit er gehen würde."

Ein Lehrer berichtete von panischen Szenen, die sich an der Lehrstätte abspielten. Er habe ein halbes Dutzend Schüsse gehört, sagte Lehrer Lucas Garcia einem örtlichen TV-Sender. Er habe sich mit seinen Schülern unverletzt in Sicherheit bringen können, dabei habe er weitere Schüsse und Schreie vernommen. Seinen Angaben zufolge hat die Einrichtung um die hundert Studenten.

Bei der Hochschule handelt es sich den Angaben zufolge um die Oikos University, eine christliche Privatuniversität in Oakland nahe San Francisco. Die Universität bietet Kurse in Theologie, Krankenpflege, Musik und asiatischer Heilkunde an und ist nach eigenen Angaben christlichen Werten verpflichtet.

Vor etwas mehr als einem Monat waren drei Schüler einer High School im US-Bundesstaat Ohio bei einem Amoklauf getötet worden.

lgr/Reuters/AP/dpa/AFP