Ausgangssperre in Quebec Kanadierin führt Mann an der Leine aus

Eine Frau in Kanada wollte die Corona-Ausgangssperre umgehen – mit einer unkonventionellen Lösung: Sie lief mit ihrem Partner an einer Leine durch die Stadt.
Polizisten kontrollieren die Ausgangssperre in der kanadischen Provinz Québec

Polizisten kontrollieren die Ausgangssperre in der kanadischen Provinz Québec

Foto: CHRISTINNE MUSCHI / REUTERS

Eine Kanadierin hat versucht, die Corona-bedingte Ausgangssperre in der Provinz Québec auszuhebeln – und sich damit ein Bußgeld eingehandelt. Die Frau sei nach Beginn der Ausgangssperre um 20 Uhr im Freien gewesen und habe ihren Partner an einer Leine geführt, teilte die Polizei mit. Auf ihren Verstoß gegen die Ausgangssperre angesprochen, habe die Frau mit ernster Miene erwidert, sie gehe Gassi »mit ihrem Hund«.

Der Fall ereignete sich den Angaben zufolge in der 150 Kilometer östlich von Montréal gelegenen Stadt Sherbrooke. Die Beamten hätten den Eindruck gehabt, dass die Frau sie »auf die Probe stellen« wolle, sagte Polizeisprecherin Isabelle Gendron. Die Spaziergängerin müsse nun ein Bußgeld in Höhe von 1500 kanadischen Dollar (umgerechnet knapp 970 Euro) zahlen.

Die Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit aus Infektionsschutzgründen wollte die Frau jedoch nicht akzeptieren, wie Gendron sagte: Den Polizisten habe sie gesagt, dass sie vorhabe, während des Lockdowns jeden Abend auf die Straße zu gehen.

Weitere Verstöße festgestellt

Die Polizisten stoppten den Angaben zufolge bei der Kontrolle der Ausgangssperre in Sherbrooke auch einen betrunkenen Kraftfahrer. Dieser habe angegeben, er habe »sehen wollen, wie es ist, während der Ausgangssperre draußen zu sein«, sagte Gendron.

Die Bewohner der Provinz Québec dürfen ihre Wohnungen wegen der Corona-Pandemie zwischen 20 und 5 Uhr nur in Ausnahmefällen verlassen. Die Regelung gilt noch vier Wochen. Zu den Ausnahmefällen gehören laut »Montréal Gazette«  Spaziergänge mit Hunden. Dabei dürfe man sich jedoch nicht weiter als einen Kilometer von seinem Zuhause entfernen.

wit/AFP