Kanada Jugendlicher nimmt 300 Schüler als Geiseln

Gewalttat an einer Schule in Kanada: Dort nahm ein Jugendlicher vorübergehend 300 Schüler als Geiseln, nachdem er mit einer Waffe ins Schulgebäude eingedrungen war. Die Polizei konnte rechtzeitig eingreifen.


Ottawa - Ausnahmezustand an einer christlichen Oberschule in Regina in der westkanadischen Provinz Saskatchewan: Dort hat ein junger Mann am Dienstag vorübergehend rund 300 Schüler als Geiseln genommen.

Bei der Polizei sei am Morgen ein Anruf eingegangen, demzufolge der ehemalige Schüler der Lehranstalt mit einer Waffe in das Gebäude eindrang, berichtete der Fernsehsender CBC unter Berufung auf eine Polizeisprecherin.

Der Jugendliche habe etwa 300 Schüler in der Sporthalle als Geiseln genommen und den Schuldirektor mit der Waffe bedroht.

Nachdem die Polizei das Gebäude umstellt hatte, ergab er sich und wurde festgenommen. Den Angaben zufolge wurde niemand verletzt. Der Vorgang habe insgesamt 40 Minuten gedauert.

Wenige Stunden zuvor hatte der 22-jährige Matti Juhani S. an einer Berufsschule in Finnland ein Blutbad angerichtet und zehn Menschen erschossen, bevor er sich selbst tötete.

pad/AFP/AP



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