Kanada Zwei tote Tiger in Zoo gefunden - Betreiber angeklagt

In Kanada hat die Polizei einen Zoo durchsucht. Etliche Tiere wurden beschlagnahmt - dem Betreiber droht eine Gefängnisstrafe.

2018 soll es erstmals Hinweise auf Tiermisshandlungen in dem kanadischen Zoo gegeben haben
Paul Chiasson/ THE CANADIAN PRESS/ empics/ picture alliance

2018 soll es erstmals Hinweise auf Tiermisshandlungen in dem kanadischen Zoo gegeben haben


Ein kanadischer Zoobetreiber ist unter anderem wegen Tierquälerei angeklagt worden. Behörden durchsuchten den Tierpark des Mannes in Quebec und beschlagnahmten mehr als hundert Tiere, wie der Sender CBC berichtet. Darunter seien Löwen, Zebras, Kängurus und Bären.

Zuvor waren nach Angaben der Tierschutzorganisation SPCA zwei tote Tiger auf dem Gelände des Saint-Edouard-Zoos rund 120 Kilometer nordöstlich von Montreal gefunden worden. Bei einer Verurteilung drohen dem Zoobesitzer bis zu fünf Jahre Haft und ein lebenslanges Tierhalteverbot.

Die SPCA, die in der Provinz Quebec Polizeigewalt ausüben darf, hatte nach eigenen Angaben erstmals im August 2018 Hinweise auf Misshandlung der Tiere erhalten. Vertreter der Tierschutzorganisation stellten Probleme bei Gesundheit und Haltung der Tiere fest. Zunächst wurden allerdings nur zwei Alpakas beschlagnahmt.

"Unseres Wissens ist es das erste Mal, dass einem Zoobesitzer in Kanada kriminelle Tierquälerei vorgeworfen wird", sagte Sophie Gaillard von der SPCA. Die Untersuchung der Tiere werde wohl noch einige Wochen dauern. Sie sollen in Tierheime und spezialisierte Betreuungseinrichtungen in Nordamerika gebracht werden.

jpz/AFP

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