Aufruhr im Flugzeug Crewmitglied haut Gast Kaffeekanne auf den Kopf

Er wollte offenbar die Tür des Fliegers aufreißen: Crewmitglieder und Passagiere haben einen mutmaßlich verwirrten Fluggast gestoppt – mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.
Flugzeug von American Airlines (Symbolbild)

Flugzeug von American Airlines (Symbolbild)

Foto: ETIENNE LAURENT / EPA

Ein Crewmitglied hat einem Passagier auf einem Flug von Los Angeles nach Washington, D.C., mit einer Kaffeekanne auf den Kopf geschlagen, weil der Mann offenbar versucht hatte, die Tür des Fliegers zu öffnen. Das berichten mehrere Medien, darunter CNN  und »New York Times« .

Den Berichten zufolge habe der Mann sich verfolgt gefühlt und einen verwirrten Eindruck gemacht. Er habe Plastikbesteck gegriffen und es »wie ein Messer« gehalten, heißt es. Anschließend habe er eine kleine Sektflasche gepackt und versucht, sie zu zerbrechen. Dann habe er einen Servicewagen gegen ein Crewmitglied getreten.

Der Mann habe dann angefangen, am Griff einer Ausgangstür zu ziehen. Um ihn zu stoppen, habe eine Flugbegleiterin oder ein Flugbegleiter ihm daraufhin mit einer Kaffeekanne auf den Kopf geschlagen. Mehrere Passagiere seien herbeigeeilt, um zu helfen. Einem der Helfer, einem Polizisten, gelang es den Berichten zufolge, den Mann von der Tür wegzuziehen, ein anderer Passagier habe ihm gegen den Kopf geschlagen und ein dritter habe ihn zu Boden gezogen. Passagiere und Flugbegleiter hätten den Mann mit Kabelbindern und Klebeband gefesselt.

Landung in Kansas City

Der Pilot des American Airlines Flugs 1775, der eigentlich von Los Angeles nach Washington fliegen sollte, landete den Flieger außerplanmäßig am Flughafen von Kansas City. Der verdächtige Passagier wurde dort festgenommen und musste wegen einer Platzwunde am Kopf behandelt werden. Er wurde wegen der Behinderung eines Crewmitglieds angeklagt, eine Anhörung stehe noch aus, so die US-Staatsanwaltschaft in Kansas City.

»Wir sind unseren Besatzungsmitgliedern dankbar, die sich stets um die Sicherheit unserer Kunden bemühen und diese Situation kompetent und professionell gemeistert haben«, teilte American Airlines mit.

Der Flug nach Washington konnte später fortgesetzt werden.

ptz/AP