Karaoke 23-Jähriger nach Streit um Mikrofon getötet

Für viele Menschen in Asien ist Karaoke nicht nur ein Hobby, es ist eine Obsession. Nur so scheint erklärbar, was sich in einer Bar in Malaysia abspielte: Ein 23-Jähriger wurde von Anwesenden getötet, weil er das Mikrofon zu lange für sich beansprucht hatte.


Kuala Lumpur - Weil er angeblich das Mikrophon nicht an seine Mitstreiter weiterreichen wollte, ist ein Mann in Malaysia in einer Karaoke-Bar erstochen worden.

Streit ums Mikrofon: Feindseligkeiten wegen "My Way"
AP

Streit ums Mikrofon: Feindseligkeiten wegen "My Way"

Der 23-Jährige verärgerte am vergangenen Donnerstag Gäste des Lokals in Sandakan auf Borneo, weil er ein Lied nach dem anderen sang, wie örtliche Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. Es kam zu einer Auseinandersetzung mit drei Männern am Nachbartisch und dann zu einer Schlägerei außerhalb des Lokals.

Der Sänger starb durch einen Stich in die Brust. Zwei der Angreifer wurden festgenommen.

Offenbar sind gewalttätige Auseinandersetzungen in Karaoke-Bars in Asien keine Seltenheit. Wie der britische "Guardian" berichtet, entzünden sich Streitereien häufig an der Liedauswahl.

Auf den Philippinen sei es in Karaoke-Bars so oft zu Feindseligkeiten wegen der Interpretation von Frank Sinatras "My Way" gekommen, dass viele Lokale den Song nicht mehr im Angebot hätten.

In Thailand habe ein Amokschütze dieses Jahr sogar acht Menschen niedergestreckt, weil sie endlose Interpretationen von John-Denver-Songs ("Take me Home, Country Roads") zum Besten gegeben hätten.

pad/AFP

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