SPIEGEL ONLINE

SPIEGEL ONLINE

30. August 2019, 16:32 Uhr

Karlsruhe

Mitarbeiter von Sicherheitsunternehmen sollen Überfall vorgetäuscht haben

In Baden-Württemberg sitzen zwei Männer in Untersuchungshaft, weil sie einen Überfall auf einen Geldtransporter inszeniert haben sollen. Der Fahrer hat ein Geständnis abgelegt.

Bei einem angeblichen Überfall auf einen Geldtransporter auf der Autobahn 5 in Baden-Württemberg handelt es sich offenbar um einen Täuschungsversuch von Fahrer und Beifahrer. Die Männer im Alter von 30 und 36 Jahren hätten den Raub lediglich erfunden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Karlsruhe mit. Beide sitzen demnach inzwischen in Untersuchungshaft.

Bei den Verdächtigen fanden die Ermittler eigenen Angaben zufolge außerdem den größten Teil der angeblich geraubten Bargeld- und Goldbestände. Sie beschlagnahmten bei ihren Durchsuchungen auch diverse offenbar neu angeschaffte hochwertige Gegenstände wie E-Bikes, Uhren und Schmuck.

Die beiden Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma hatten den Überfall demnach vor knapp sechs Wochen fingiert. Sie hatten angegeben, bei Weingarten auf der A5 von einem Auto angehalten worden zu sein, das sich als ziviler Polizeiwagen zu erkennen gegeben habe. Nach dem Halt an einer Behelfsausfahrt hätten zwei Täter, die sich als Beamte ausgegeben hätten, sie mit Schusswaffen bedroht und das Geld geraubt.

Im Zuge der Ermittlungen sei der Verdacht auf die beiden Fahrer gefallen, hieß es von den Behörden. Der 36-Jährige habe eingeräumt, dass der Raub vorgetäuscht war.

bbr/AFP

URL:

Verwandte Artikel:

Mehr im Internet


© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung