Leichenfund in Karlstein bei Aschaffenburg Vater tötete Kinder womöglich versehentlich mit Schädlingsbekämpfungsmittel

Womöglich war ein unsachgemäß eingesetztes Schädlingsbekämpfungsmittel Grund für den Tod: Ein Junge und ein Mädchen starben in einem Haus in Unterfranken. Nun wird gegen ihren Vater ermittelt.
Einsatz in Karlstein am Main: Tod zweier Kinder vermutlich ein Unglücksfall

Einsatz in Karlstein am Main: Tod zweier Kinder vermutlich ein Unglücksfall

Foto: Nicolas Armer / dpa

Der Tod eines Jungen und eines Mädchens im bayerischen Landkreis Aschaffenburg ist womöglich durch ein Schädlingsbekämpfungsmittel verursacht worden. Durch einen möglicherweise unsachgemäßen Gebrauch sei Phosphorwasserstoff freigesetzt worden, der bei Kontakt in geschlossenen Räumen zur Vergiftung führen kann, teilten die Staatsanwaltschaft in Aschaffenburg und die Polizei in Würzburg  mit.

In seiner Vernehmung hatte der 49-jährige Vater der beiden Kinder demnach eingeräumt, bei Handwerkerarbeiten im Haus Schädlingsbekämpfungsmittel verwendet zu haben. Den Ermittlungen zufolge könnte es dabei zu einer chemischen Reaktion gekommen sein, wodurch Phosphorwasserstoff freigesetzt wurde. Gegen den Vater wird nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung in zwei Fällen ermittelt.

Vater noch im Krankenhaus

Bei den Ermittlungen soll auch geklärt werden, ob die chemische Reaktion tatsächlich Ursache für den Tod des vierjährigen Jungen und des fünfjährigen Mädchens war. Neben dem Ergebnis der toxikologischen Untersuchung der Rechtsmedizin steht eine genaue Bestimmung des verwendeten Mittels noch aus.

Die beiden Kinder waren am Montagmorgen leblos in einem Wohnhaus in Karlstein gefunden worden. Der Notarzt konnte aber nur noch den Tod feststellen. Auch der Vater wurde verletzt und befindet sich noch im Krankenhaus. Das Haus ist derzeit unbewohnbar.

bbr/AFP
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