Hinterhalt Kenianische Viehdiebe erschießen mindestens 30 Polizisten

In Kenia haben im Dickicht versteckte Viehdiebe mindestens 30 Polizisten erschossen. Die Bewohner der Dörfer in der abgelegenen Region Samburu sind in Panik: Immer wieder kommt es hier zu blutigen Auseinandersetzungen um Vieh und Weideland.
Nach dem brutalen Angriff: Verletzter Polizist in einem Krankenhaus in Nairobi

Nach dem brutalen Angriff: Verletzter Polizist in einem Krankenhaus in Nairobi

Foto: STRINGER/ AFP

Nairobi - Am Samstag hatten Ermittler in der nordkenianischen Region Samburu versucht, eine Bande von etwa 600 Viehdieben aufzuspüren. Völlig unerwartet eröffneten dann im Dickicht versteckte Schützen das Feuer. Mit Sturmgewehren des Typs Kalaschnikow schossen sie auf ihre Verfolger und töteten mindestens 30 Polizisten.

Laut Polizeiberichten wurden zunächst elf Leichen gefunden. Dann erhöhte sich die Zahl der Todesopfer Lokalmedien zufolge auf 30. Mindestens neun Verletzte werden derzeit noch im Krankenhaus behandelt.

Bei den Tätern soll es sich um Viehdiebe handeln, die kurz vor dem Blutbad etwa tausend Rinder gestohlen haben sollen. In den Gemeinden Turkana und Samburu in Baragoi kam es in der Vergangenheit mehrfach zu Schießereien. Hier kämpfen verschiedene ethnische Gruppen um Vieh, Weideland und Wasser.

"Die Situation ist sehr, sehr angespannt, schwer bewaffnete Sicherheitsleute patrouillieren durch die Straßen", sagte ein religiöser Führer in Samburu County der BBC. Erst im Oktober wurden in der Region 13 Zivilisten getötet. Bisher gibt es aber weder Tatverdächtige noch Festnahmen.

Der für die innere Sicherheit zuständige Minister Katoo ole Metito sagte der Zeitung "Standard", es handele sich um das schlimmste Unglück in der Geschichte Kenias.

ala/dpa
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