Fußballprofi Prozess um Prügelattacke auf Kevin Großkreutz wird neu aufgerollt

Das Stuttgarter Amtsgericht verhängte Freiheitsstrafen gegen zwei Jugendliche - weil sie Fußballprofi Kevin Großkreutz verprügelt hatten. Doch sowohl Verteidigung als auch Anklage fechten das Urteil an.
Kevin Großkreutz (Archiv)

Kevin Großkreutz (Archiv)

Foto: Lino Mirgeler/ dpa

Der Prozess um eine nächtliche Prügelattacke auf Fußballprofi Kevin Großkreutz wird neu aufgerollt. Die verurteilten Schläger und die Staatsanwaltschaft hätten Berufung gegen das Urteil vom Amtsgericht eingelegt, sagte ein Sprecher des Stuttgarter Landgerichts.

Zwei junge Männer waren im Oktober wegen einer nächtlichen Prügelattacke auf den Fußballer zu Haftstrafen verurteilt worden. Großkreutz war dem Prozess damals ferngeblieben. Dass er nun vorm Landgericht als Zeuge aussagen muss, ist dem Sprecher zufolge aber "sehr unwahrscheinlich".

Das Amtsgericht hatte einen 17-Jährigen, der zur Tatzeit unter Bewährung stand, wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Gegen einen 18-Jährigen wurde, unter Einbeziehung eines anderen Urteils aus diesem Jahr, wegen Körperverletzung eine Jugendstrafe von einem Jahr und sieben Monaten Haft verhängt.

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Großkreutz war laut Staatsanwaltschaft nach der Attacke bewusstlos und musste sich mit einer Kopfverletzung im Krankenhaus behandeln lassen. Die Auseinandersetzung unweit des Stuttgarter Rotlichtviertels endete für ihn nicht nur im Krankenhaus. Sie kostete ihn auch seinen Platz beim damaligen Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart.

Der Verein löste den Vertrag mit dem Rechtsverteidiger mit sofortiger Wirkung auf, da er seine Vorbildfunktion nicht erfüllt hätte. Inzwischen spielt der 29-Jährige für Bundesliga-Absteiger Darmstadt 98.

wit/dpa
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