Tat im Drogenrausch Säugling missbraucht und getötet - Vater verurteilt

Das Landgericht Kiel hat einen 19-Jährigen zu einer langen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Mann hatte unter Drogeneinfluss seine wenige Wochen alte Tochter missbraucht und getötet.


Wegen Totschlags und schweren sexuellen Missbrauchs seiner vier Wochen alten Tochter hat das Kieler Landgericht einen 19-Jährigen zu achteinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt. Außerdem ordnete das Gericht die Unterbringung des Angeklagten in einer psychiatrischen Klinik an.

Der junge Mann hatte das Baby im April 2018 in einer Kieler Dachwohnung im Rausch getötet. Unter dem Einfluss von Alkohol und halluzinogenen Pilzen verging er sich an seiner Tochter und schlug diese danach gegen eine Wand. Die Tat ereignete sich in der Wohnung, in der er mit der Kindsmutter und deren Mutter lebte.

Dem Urteil zufolge liegt bei dem Angeklagten eine Persönlichkeitsstörung vor. Sein Motiv für die Tötung blieb letztlich unklar, vor Gericht schwieg er. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung wegen Mordes gefordert. Direkt vor der Tat war der 19-Jährige laut Gericht unbekleidet auf der Straße unterwegs, hatte Autos beschädigt und die Polizei mit wirren Anrufen belästigt.

mxw/dpa/AFP



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