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09. September 2015, 18:46 Uhr

Frankie Sullivan

US-Rocker attackiert homophobe Standesbeamtin

Kim Davis saß in Beugehaft, weil sie Homosexuellen den Trauschein verweigerte. Als sie das Gefängnis verließ, ertönte die "Rocky"-Hymne "Eye of the Tiger". Jetzt schäumt Komponist Sullivan.

Die US-Standesbeamtin Kim Davis, die wegen der Verweigerung von Trauscheinen für Homosexuelle in Beugehaft musste, verließ das Gefängnis zu den Klängen des Rock-Hits "Eye of the Tiger". Nun beschwerte sich US-Gitarrist und Mitkomponist Frankie Sullivan von der Band Survivor, dass Davis keine Erlaubnis einzuholen versucht habe .

"Ich würde ihr nicht mal das Recht geben, Toilettenpapier zu benutzen", schreibt Sullivan auf seiner Facebook-Seite. Die strenggläubige Davis aus dem US-Bundesstaat Kentucky setzte sich mit ihrer Haltung über das historische Urteil des Obersten Gerichtshofs hinweg. Der hatte Ende Juni die gleichgeschlechtliche Ehe überall in den Vereinigten Staaten erlaubt.

Vergangene Woche ordnete ein Bundesrichter Beugehaft gegen Davis an, am Dienstag kam Davis wieder frei. Hunderte Unterstützer empfingen sie vor dem Gefängnis, darunter auch der republikanische Präsidentschaftsbewerber Mick Huckabee.

Sullivan hatte den Song "Eye of the Tiger" Anfang der Achtzigerjahre für die Boxer-Filmreihe "Rocky" geschrieben. Heute ist der Hit bei republikanischen Politikern beliebt. Im Präsidentschaftswahlkampf 2012 spielte der Bewerber Newt Gingrich das Lied bei seinen Auftritten, bis Sullivan rechtlich dagegen vorging.

sms/AFP

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