Frankie Sullivan US-Rocker attackiert homophobe Standesbeamtin

Kim Davis saß in Beugehaft, weil sie Homosexuellen den Trauschein verweigerte. Als sie das Gefängnis verließ, ertönte die "Rocky"-Hymne "Eye of the Tiger". Jetzt schäumt Komponist Sullivan.

Kim Davis vor dem Gefängnis: "Eye of the Tiger"
AP

Kim Davis vor dem Gefängnis: "Eye of the Tiger"


Die US-Standesbeamtin Kim Davis, die wegen der Verweigerung von Trauscheinen für Homosexuelle in Beugehaft musste, verließ das Gefängnis zu den Klängen des Rock-Hits "Eye of the Tiger". Nun beschwerte sich US-Gitarrist und Mitkomponist Frankie Sullivan von der Band Survivor, dass Davis keine Erlaubnis einzuholen versucht habe .

"Ich würde ihr nicht mal das Recht geben, Toilettenpapier zu benutzen", schreibt Sullivan auf seiner Facebook-Seite. Die strenggläubige Davis aus dem US-Bundesstaat Kentucky setzte sich mit ihrer Haltung über das historische Urteil des Obersten Gerichtshofs hinweg. Der hatte Ende Juni die gleichgeschlechtliche Ehe überall in den Vereinigten Staaten erlaubt.

Vergangene Woche ordnete ein Bundesrichter Beugehaft gegen Davis an, am Dienstag kam Davis wieder frei. Hunderte Unterstützer empfingen sie vor dem Gefängnis, darunter auch der republikanische Präsidentschaftsbewerber Mick Huckabee.

Sullivan hatte den Song "Eye of the Tiger" Anfang der Achtzigerjahre für die Boxer-Filmreihe "Rocky" geschrieben. Heute ist der Hit bei republikanischen Politikern beliebt. Im Präsidentschaftswahlkampf 2012 spielte der Bewerber Newt Gingrich das Lied bei seinen Auftritten, bis Sullivan rechtlich dagegen vorging.

sms/AFP



insgesamt 18 Beiträge
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Seite 1
thna 09.09.2015
1. Diese arme Frau ...
... ist doch mit sich selbst genug bestraft. Vielleicht sollte Kim Davis ihr wenigstens die Benutzung von Toilettenpapier weiter erlauben! Die Rechte an seinem Song kann er ja trotzdem einfordern.
821943 09.09.2015
2.
Ich verstehe diese offenbar gestörte und morbide Frau nicht. Soll sie doch ihren Job aufgeben und kündigen, dann ist sie auch nicht gezwungen, irgendetwas zu tun, was ihrer merkwürdigen Meinung nach gegen Sitte und Anstand verstößt. Niemand zwingt sie doch, ihren Beruf auszuüben, der selbstverstaendlich voraussetzt, dass sie sich an Recht und Gesetz haelt. Wer das nicht will, ist fehl am Platz.
hwdtrier 09.09.2015
3. Es ist nicht ihr
Beruf sondern ein Amt in das sie demokratisch gewählt wurde.
bullet69 09.09.2015
4.
auch wenn Sie demokratisch reingewählt wurde, hat Sie sich an die Gesetze zu halten und nicht ihre eigenen zu machen. Wenn ihr die Gesetze nicht liegen, muss sie halt ihr Amt niederlegen. So ist das halt.
ftb7 09.09.2015
5.
Wieso Klopapier verbieten. Von Klopapier steht nix in der Bibel also will die Frau das auch gar nicht benutzen!
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