Kinderpornografie Merseburger Oberbürgermeister verurteilt

Auf der Festplatte seines Computers waren kinderpornografische Bilder entdeckt worden: Der Oberbürgermeister von Merseburg wurde deshalb zu einer Geldstrafe von 8000 Euro verurteilt. Der parteilose Politiker ist seit Bekanntwerden der Affäre krank geschrieben.


Merseburg - Das Amtsgericht Merseburg habe einen entsprechenden Strafbefehl erlassen, teilte Gerichtsdirektor Peter Mertens mit. Reinhard Rumprecht muss demnach 80 Tagessätze zu je 100 Euro zahlen. "Er hat die Vorwürfe im Prinzip nicht in Abrede gestellt", sagte Mertens.

Bei der Durchsuchung von Wohnung und Diensträumen Rumprechts am 9. August waren Computer und Festplatten beschlagnahmt worden. Bei der Auswertung wurden laut Staatsanwaltschaft Halle kinderpornografische Bilder entdeckt. Die Aktion war auf einen Hinweis aus einem anderen Bundesland zurückgegangen.

Der Oberbürgermeister der rund 36.000 Einwohner zählenden Stadt im Saalekreis ist seit der Durchsuchung krank geschrieben. Am 28. Februar 2008 stehen den Angaben zufolge in Merseburg Neuwahlen für das Amt des Oberbürgermeisters an.

Die Ermittlungen gegen Rumprecht stehen nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht im Zusammenhang mit anderen Fällen von Kinderpornografie, die es zuletzt in Sachsen-Anhalt gegeben hat. Gegen den Naumburger Domkantor war ein Strafbefehl erlassen worden, gegen den Bürgermeister von Spergau (Saalekreis) wird seit einiger Zeit ermittelt.

jjc/dpa



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