Kinderpornografie Polizei in Sachsen stellt bei Razzia Speichermedien und Waffen sicher

In Chemnitz, Mittelsachsen und im Erzgebirge hat die Polizei Dutzende Objekte bei einer Razzia gegen Kinderpornografie durchsucht. Die Einsatzkräfte sicherten neben Speichermedien auch Waffen mit 800 Schuss Munition.
Neben Speichermedien wurden auch Waffen sichergestellt: Die Polizei hat Razzien in Sachsen durchgeführt (Symbolbild)

Neben Speichermedien wurden auch Waffen sichergestellt: Die Polizei hat Razzien in Sachsen durchgeführt (Symbolbild)

Foto: Martin Dziadek / Die Videomanufaktur / IMAGO

Bei einer zweitägigen Razzia gegen Kinderpornografie haben rund 60 Einsatzkräfte Dutzende Objekte in Chemnitz, Mittelsachsen und im Erzgebirge durchsucht. Dabei sicherten sie zahlreiche Laptops, Tablets, Mobiltelefone und Speichermedien, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Chemnitz mitteilten.

Bei den zwei Einsätzen am Mittwoch und am 6. Oktober wurde niemand festgenommen. Die Aktion richtete sich laut Polizei gegen 35 Tatverdächtige im Alter von 16 bis 62 Jahren.

Hintergrund sind verschiedene Ermittlungsverfahren wegen Besitzes, Erwerbes und Verbreitung kinderpornografischer Inhalte. In Einzelfällen geht es auch um die Herstellung von kinderpornografischen Fotos und Videos. Diese seien strafrechtlich als sexueller Missbrauch von Kindern zu werten, hieß es.

Während der Razzia wurden zudem Betäubungsmittel sowie drei Waffen mit knapp 800 Schuss Munition in einem Ortsteil von Thermalbad-Wiesenbad (Erzgebirgskreis) gefunden. Die Ermittler durchsuchten auch die Wohnung einer Familie in Chemnitz, die vermüllt und »mit Fäkalien verunreinigt« war. Das Jugendamt wurde hinzugerufen, die beiden 5 und 13 Jahre alten Kinder wurden in Obhut genommen.

kha/dpa
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