Kindesentführung EU-weiter Haftbefehl gegen flüchtigen Mathe-Lehrer

Ein Mathe-Lehrer aus Großbritannien soll mit seiner 15 Jahre alten Schülerin nach Frankreich durchgebrannt sein - offenbar sind die beiden ein Paar. Wegen Kindesentführung wurde nun ein EU-weiter Haftbefehl gegen den Mann erlassen.


London - Ein Mathematik-Lehrer aus dem britischen Eastbourne, der mit einer 15 Jahre alten Schülerin nach Frankreich durchgebrannt ist, wird nun mit einem EU-weiten Haftbefehl gesucht. Das gab die Polizei im britischen Sussex bekannt. Es handle sich um einen Fall von Kindesentführung, teilten die Ermittler mit. Sie gingen aber nicht davon aus, dass die Schülerin in Gefahr sei.

Der Lehrer und die Schülerin wurden am vergangenen Donnerstag zuletzt auf Bildern einer Überwachungskamera gesehen, als sie auf einer Kanalfähre vom britischen Dover nach Calais übersetzten. Kurz zuvor hatte sich die 15-Jährige mit einer Ausrede von ihren Eltern verabschiedet. An eine Schulfreundin schickte sie eine SMS, in der es heißt, sie sei in Frankreich.

Nach den Eltern des Mädchens appellierten nun auch die Eltern des Lehrers an den 30-Jährigen. "Bitte, bitte, nimm Kontakt zu uns auf", sagte der Vater des Mannes bei einer Pressekonferenz.

Britischen Medienberichten zufolge war die Beziehung zwischen der Schülerin und ihrem Lehrer an der Schule in der Grafschaft Sussex bereits seit längerem bekannt. Bei einer Klassenfahrt nach Los Angeles im Februar sollen beide händchenhaltend gesehen worden sein. Den Berichten zufolge stand der Rauswurf des Lehrers unmittelbar bevor. Eine Beziehung der beiden wäre in Großbritannien strafbar, in Frankreich wegen des Mindestalters von 15 statt 16 Jahren aber nicht.

aar/dpa/AFP



zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.