Kindstötung in Herne Polizei prüft Hinweise auf weitere mögliche Opfer

Schon die erste Tat macht fassungslos. Doch möglicherweise war der getötete Neunjährige aus Herne nicht das einzige Opfer seines mutmaßlichen Mörders. Im Internet gibt es Hinweise auf ein mögliches zweites Verbrechen.

Polizist in Herne
DPA

Polizist in Herne


Nach dem Mord an einem Neunjährigen aus Herne geht die Polizei Hinweisen auf weitere mögliche Opfer des mutmaßlichen Täters Marcel Heße nach. Ein User habe sich in einem Chat als der flüchtige Mörder des Neunjährigen ausgegeben und beschrieben, wie er eine Frau und deren Kind "bekämpft" habe, teilte die Polizei Bochum mit. Auch von Folter sei in dem Chattext die Rede, um an Daten für Bank, Computer und Telefon zu kommen.

Die Polizei rief dazu auf, sich zu melden, falls im Umfeld eine Frau vermisst werde. "Wenn man dem Täter glaubt, müsste sich der Tatort dieses zweiten Verbrechens im Umkreis von 80 Kilometer um Herne befinden", hieß es in der Mitteilung.

Die Polizei schließt nicht aus, dass es sich bei der Tatbeschreibung um eine Falschmeldung handelt. "Aber die Gefahrenlage macht es nötig, das ernst zu nehmen." Nach Angaben der Ermittler seien zudem weitere Bilder aufgetaucht, die womöglich dem gesuchten Marcel Heße zuzuordnen sind.

Der 19-Jährige wird verdächtigt, in Herne bei Bochum einen kleinen Nachbarsjungen umgebracht und Bilder davon ins Darknet gestellt zu haben. Das neun Jahre alte Kind wurde am Montagabend erstochen im Keller des mutmaßlichen Täters in einer Arbeitersiedlung gefunden. Die Beamten warnten, dass der flüchtige Verdächtige gefährlich sei und weitere Verbrechen angedeutet habe.

asa/dpa

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