Nach Kino-Attentat Mehrere Festnahmen bei "Batman"-Vorführungen in USA

Das Attentat von Aurora erschüttert Amerika - und verunsichert viele Kinobesucher, die sich den neuen "Batman"-Film ansehen wollen. Die Angst vor Nachahmern ist groß, US-Behörden berichten von mindestens drei Festnahmen wegen Drohungen während oder nach den Vorführungen.

Tatort in Aurora: Angst vor Nachahmern
REUTERS

Tatort in Aurora: Angst vor Nachahmern


Hamburg - Nach den tödlichen Schüssen bei einer Mitternachtspremiere von "The Dark Knight Rises" sind in den USA Behördenangaben zufolge mindestens drei Menschen festgenommen worden: In der Stadt Sierra Vista im US-Staat Arizona sorgte ein 27-jähriger Mann für Panik, der offenbar unter Alkoholeinfluss stand. Sein Verhalten während einer Vorstellung des neuen "Batman"-Films löste eine "Massenhysterie" aus, rund 50 Menschen flüchteten aus dem Kino, wie das Sheriff-Büro im Bezirk Cochise County mitteilte.

Im Bundesstaat Maine nahm die Polizei eigenen Angaben zufolge einen Mann fest, der einen Tag nach einer Filmvorführung damit drohte, einen ehemaligen Mitarbeiter zu erschießen. Der Verdächtige sei wegen zu schnellen Fahrens angehalten worden. In seinem Fahrzeug fanden die Beamten ein Sturmgewehr, vier Handfeuerwaffen, Munition sowie Zeitungsausschnitte über das Attentat in Aurora.

In Südkalifornien wurde bereits am Sonntag ein Mann während einer Nachmittagsvorstellung des "Batman"-Films in Gewahrsam genommen. Augenzeugen zufolge äußerte er Drohungen und verwies auf das Blutbad von Denver.

Der 24-jährige James Holmes soll in der Nacht zu Freitag in einem Kino in Aurora zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt haben. Bei seinem ersten Auftritt vor Gericht wirkte er abwesend und benommen. Am kommenden Montag soll der ehemalige Student der Neurowissenschaften offiziell angeklagt werden. Holmes könnte die Todesstrafe drohen.

Trotz der Tragödie von Aurora spielte der neue "Batman"-Film an seinem ersten Wochenende 160 Millionen Dollar ein. In Deutschland kommt er am kommenden Donnerstag in die Kinos - auch hier wurden die Sicherheitsvorkehrungen teilweise verschärft.

aar/dapd/AFP/dpa

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