Prozess in Kitzingen Freizeitparkbetreiber entschuldigt sich für Deko mit echten Grabsteinen

Eine unangenehme Überraschung erlebte ein Mädchen in einem Freizeitpark in Unterfranken. Im Horrorhaus entdeckte sie den Grabstein ihres toten Opas. Der Betreiber hat sich nun vor Gericht entschuldigt.

Freizeit-Land Geiselwind in Bayern
DPA

Freizeit-Land Geiselwind in Bayern


Diese Deko hat ein rechtliches Nachspiel: Weil er in einem Horrorhaus seines Freizeitparks echte Grabsteine mit Originalinschriften aufstellte, steht der Betreiber vor Gericht. Der 34-Jährige muss sich wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener vor dem Amtsgericht Kitzingen verantworten und gab sich reumütig.

Der Mann hatte vor dem Horrorhaus des Parks in Unterfranken mindestens acht echte Grabsteine aufgestellt. Ein Mädchen entdeckte bei einem Ausflug im Sommer 2017 zufällig den Grabstein ihres Großvaters, der 1996 verstorben war - und brachte so die Ermittlungen ins Rollen. Ihre Großmutter stellte schließlich Strafantrag.

Vor Gericht bezeichnete die Witwe das Aufstellen des Grabsteins mit Inschrift in dem Freizeitpark als "riesengroße Schweinerei". Der Betreiber entschuldigte sich bei der Familie. "Mir tut das natürlich sehr leid. Ich wollte niemandem wehtun", sagte er vor Gericht.

Der Prozess wurde am Dienstag unerwartet nicht mit einem Urteil abgeschlossen. Er soll nun am 12. Oktober mit der Befragung des Steinmetzes und der Mutter des Mädchens fortgesetzt werden.

pia/dpa



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