Landgericht Kleve Illegale Zigarettenfabrik in Kranenburg – zwölf Männer zu Freiheitsstrafen verurteilt

Sie sind verantwortlich für Schäden in Millionenhöhe: In Kleve sind zwölf Männer im Zusammenhang mit einer illegalen Zigarettenfabrik verurteilt worden. Die Hinterleute in dem Fall sind weiter unbekannt.
Zehn Millionen Zigaretten sichergestellt (Archivbild)

Zehn Millionen Zigaretten sichergestellt (Archivbild)

Foto: Henning Kaiser / dpa

Das Landgericht Kleve hat im Zusammenhang mit einer der größten jemals in Deutschland entdeckten illegalen Zigarettenfabriken zwölf Männer zu je zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurden sie wegen Steuerhinterziehung, Steuerhehlerei und Verstoß gegen das Markengesetz oder wegen Beihilfe dazu.

»Sie sind Bestandteil eines hochkriminellen Unternehmens gewesen, das durchaus der Organisierten Kriminalität zugerechnet werden kann«, sagte der Vorsitzende Richter. Die Männer seien für Steuerschäden in Millionenhöhe verantwortlich. Insgesamt liege der Steuerschaden durch illegale Zigaretten in Europa in Milliardenhöhe und sei ein großes Problem.

Zehn Millionen Zigaretten sichergestellt

Bei Produktionskosten von unter einem Euro pro Packung seien die Gewinnspannen mit denen des Drogenhandels gleichzusetzen, so der Richter. Leider seien die Hintermänner und Schmuggelwege im Dunkeln geblieben. Zehn Millionen Zigaretten waren in der illegalen Fabrik in Kranenburg an der deutsch-niederländischen Grenze sichergestellt worden.

Nach Angaben von Zollfahndern hatte die in Kranenburg entdeckte Anlage zehn Millionen Zigaretten pro Woche produziert. Die zwölf Männer im Alter von 28 bis 60 Jahren standen seit Februar vor Gericht.

bbr/dpa
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