Angeblicher Durchfall Verurteilter flieht durch Toilettenfenster aus Gericht

Der Richter begründete gerade das Urteil, da sagte der Angeklagte, er müsse wegen Durchfalls dringend auf Toilette: Im Landgericht Kleve ist einem Mann die Flucht aus dem zweiten Stock geglückt. Er ist in einem Mordfall verdächtig.


Hamburg - Ein 61-Jähriger ist durch ein Toilettenfenster aus dem Landgericht Kleve geflohen - kurz nachdem der Richter ihn wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt hatte.

Laut einer Mitteilung des Landgerichtes sagte der Mann während der Urteilsbegründung, er müsse wegen einer Durchfallerkrankung dringend auf die Toilette. Ein Justizbeamter begleitete ihn, konnte aber die Flucht offenbar nicht verhindern: Der 61-Jährige gelangte durch ein Fenster im zweiten Stock und über ein Baugerüst in die Freiheit.

Der Mann habe sich seit Mitte Juni wegen eines anderen Falles in Untersuchungshaft befunden, teilte das Gericht mit. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Ende 2012 im Zusammenhang mit einem Raub in Köln einen Mord begangen zu haben. Nach dem Flüchtigen wird gefahndet.

hut



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