Klosterkirche Passanten entdecken Leiche im Zentrum von Berlin

Der Alexanderplatz liegt nur wenige Gehminuten entfernt, gegenüber ist das Amtsgericht: Passanten haben eine Leiche in einer Berliner Kirchenruine gefunden. Die Mordkommission ermittelt.

Männlicher Toter entdeckt: Absperrung der Polizei
DPA

Männlicher Toter entdeckt: Absperrung der Polizei


Zwei Passanten haben am frühen Sonntagmorgen in einer Kirchenruine im Zentrum Berlins einen männlichen Leichnam entdeckt. Der Tote lag hinter einer der alten Backsteinmauern der Ruine, direkt neben einem schmiedeeisernen Tor.

Vermutlich sei der Mann Opfer eines Gewaltverbrechens geworden, sagte eine Sprecherin der Polizei. Der Körper weise sehr schwere Verletzungen auf. Eine Mordkommission ermittele wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt. Hintergründe der Tat und die Identität des Toten sind unbekannt.

Am Vormittag war das Gelände der früheren Franziskaner-Klosterkirche mit rot-weißem Flatterband abgesperrt. Mehrere Experten sicherten Spuren am Fundort.

Die Ruine liegt mitten in der Stadt, direkt an einer vielbefahrenen Straße. Gegenüber ist das Amtsgericht Mitte; der Fernsehturm am Alexanderplatz liegt wenige Gehminuten entfernt. Gerade über die Ostertage sind in der Gegend viele Touristen unterwegs.

Die Klosterkirche war früher das bedeutendste gotische Bauwerk Berlins, heißt es auf der Webseite der Stadt. Demnach wurde die Backsteinkirche von 1250 an gebaut und gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört. Heute dient die Ruine als Mahnmal.

irb/dpa



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