Koblenz Prozess gegen rechtsextremes "Aktionsbüro Mittelrhein" - ein Angeklagter freigesprochen

Mehrere mutmaßliche Mitglieder des rechtsextremen Netzwerks "Aktionsbüro Mittelrhein" müssen sich in Koblenz vor Gericht verantworten. Einer der Angeklagten wurde nun freigesprochen.

Landgericht Koblenz (Archiv)
DPA

Landgericht Koblenz (Archiv)


Das Landgericht Koblenz hat einen Angeklagten im Prozess gegen das rechtsextreme "Aktionsbüro Mittelrhein" freigesprochen. Die Beweismittel hätten den Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung nicht bestätigt, sagte eine Gerichtssprecherin. Der heute 30-Jährige war 2012 für mehrere Monate in Untersuchungshaft gewesen.

Das Verfahren gegen den Mann wurde vom Hauptverfahren getrennt verhandelt. Den zwölf verbliebenen Angeklagten werden unter anderem Angriffe auf Mitglieder der linken Szene vorgeworfen. Der nun Freigesprochene sei für seine Zeit in U-Haft zu entschädigen, sagte die Gerichtssprecherin. Pro Tag in Haft gebe es 25 Euro. Der Mann könne aber noch andere Kosten geltend machen. Dies würde in einem eigenen Verfahren vor einem Zivilgericht ermittelt werden.

Das Verfahren zu Straftaten aus dem Umkreis der rechtsextremen Organisation "Aktionsbüro Mittelrhein" hatte im Sommer 2012 gegen ursprünglich 26 Angeklagte begonnen. Nach fast fünf Jahren platzte diese erste Auflage des Prozesses. Nach mehr als 300 Verhandlungstagen gab es kein Urteil, weil ein Richter in Pension ging und es keinen Ergänzungsrichter mehr gab.

Im Oktober 2018 begann der zweite Prozess. Doch bereits nach wenigen Wochen war aus formalen Gründen bei der Besetzung der Kammer vorerst erneut Schluss. Im Februar 2019 begann die dritte Auflage.

wit/dpa/AFP

TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.