Koblenzer Missbrauchsprozess Ehefrau von Detlef S. verweigert die Aussage

Sie könnte viel berichten von dem, was sich in ihrem Haus abspielte - doch die Ehefrau von Detlef S. schweigt. Ihr Auftritt im Missbrauchsprozess dauerte nur Minuten, sie verweigerte die Aussage.

DPA

Hamburg - Die Ehefrau des wegen Missbrauchs angeklagten Detlef S. hat am Mittwoch die Aussage verweigert. Ihr Auftritt als Zeugin vor dem Koblenzer Landgericht dauerte am Mittwoch nur rund zwei Minuten, dann verließ die Frau den Gerichtssaal wieder. Neben der Ehefrau sind für diesen Mittwoch auch Mitarbeiter des Jugendamts als Zeugen geladen.

In der vergangenen Woche hatten die mutmaßlichen Opfer schwere Vorwürfe gegen die Behörde erhoben. Das Jugendamt sei trotz etlicher Hinweise auf Missbrauch und Misshandlung der vier leiblichen und vier Stiefkinder durch den angeklagten Detlef S. nicht eingeschritten. Das Amt dementierte dies.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 48-Jährigen aus Fluterschen (Kreis Altenkirchen) 350 Fälle von sexuellem Missbrauch vor. Die Stieftochter bekam acht Kinder von Detlef S. Zudem wurden sie und eine leibliche Tochter zur Prostitution gezwungen.

In der vergangenen Woche hatten die beiden Stiefsöhne von Detlef S. ausgesagt, der Angeklagte habe sie immer wieder mit einer selbst gebauten Peitsche und anderen Gegenständen geschlagen. Detlef S. hatte einen Teil seiner Taten gestanden. Er räumte 325 Fälle von sexuellem Missbrauch an seiner Tochter Jasmine ein.

han/dapd

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sagmalwasdazu, 23.02.2011
1. Als evtl. Mittäterin ...
.. respektive Dulderin / Mitwisserin dieses Alptraums hat sie von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht . Das ganze ist ja wohl ein Alptraum . Andererseits gibt es doch auch eine Zeugen,- bzw. Aussagepflicht ? Beide wegsperren auf Ewig !
Camarillo Brillo, 23.02.2011
2. ...
Zitat von sagmalwasdazu.. respektive Dulderin / Mitwisserin dieses Alptraums hat sie von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht . Das ganze ist ja wohl ein Alptraum . Andererseits gibt es doch auch eine Zeugen,- bzw. Aussagepflicht ? Beide wegsperren auf Ewig !
Bevor Sie Ihren Unsinn auskotzen machen Sie sich doch erstmal ein wenig kundig! Als Ehefrau des Angeklagten hat sie ein Zeugnisverweigerungsrecht, § 52 Abs. 1 Nr. 2 StPO.
Daniel_B. 23.02.2011
3. Rationales Denken
Zitat von Camarillo BrilloBevor Sie Ihren Unsinn auskotzen machen Sie sich doch erstmal ein wenig kundig! Als Ehefrau des Angeklagten hat sie ein Zeugnisverweigerungsrecht, § 52 Abs. 1 Nr. 2 StPO.
Bei vielen Leuten setzt ab einer bestimmten "Größe" einer Schlagzeile halt das rationale Denken aus. Kennt man doch schon.
Sara100, 23.02.2011
4. Och bitte !!!
Zitat von sagmalwasdazu.. respektive Dulderin / Mitwisserin dieses Alptraums hat sie von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht . Das ganze ist ja wohl ein Alptraum . Andererseits gibt es doch auch eine Zeugen,- bzw. Aussagepflicht ? Beide wegsperren auf Ewig !
Was erzählen Sie hier denn für Sachen mensch?. Es gibt das Recht seine Aussage zu verweigern. 1) Wenn man Verwandt oder Verschägert ist 2) wenn man sich selbst belastet. Also bitte etwas sachkundiger argumentieren. Und dann gleich mit solchen Keulen kommen wie " Beide wegsperren, auf ewig". Ich bittet Sie, lassen Sie es gut sein !!
ColynCF 23.02.2011
5. Sachlich
Zitat von Daniel_B.Bei vielen Leuten setzt ab einer bestimmten "Größe" einer Schlagzeile halt das rationale Denken aus. Kennt man doch schon.
Dem kann ich leider aus eigener Erfahrung zustimmen. Zu diesem Thema sind gegenwärtig keine sachlichen Diskussionen möglich. Traurig.
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