Köln Frau soll Kind mit Stöckelschuh erschlagen haben - Prozessbeginn

Eine 31-Jährige soll ihre zweijährige Tochter mit einem Stöckelschuh so sehr misshandelt haben, dass sie starb. Die Frau gilt wegen einer psychischen Erkrankung als schuldunfähig.

Ein Polizeifahrzeug am Tatort - ein zweijähriges Mädchen starb nach Misshandlungen
Oliver Berg/ DPA

Ein Polizeifahrzeug am Tatort - ein zweijähriges Mädchen starb nach Misshandlungen


Vor dem Kölner Landgericht hat der Prozess gegen eine 31-Jährige begonnen, die ihre zweijährige Tochter mit einem Stöckelschuh getötet haben soll. In dem Verfahren wird über die dauerhafte Unterbringung der 31-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus verhandelt. Die Frau soll die Tat aufgrund einer schizophrenen Psychose im schuldunfähigen Zustand begangen haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Nigerianerin vor, im Dezember 2018 ihrer Tochter in einer Kölner Flüchtlingsunterkunft "viele Male" mit "dem spitzen Absatz eines Schuhs auf den Körper und insbesondere den Hinterkopf" geschlagen und sie so getötet zu haben. Weiter hieß es, dass die Frau aufgrund ihrer psychischen Erkrankung "nicht fähig war, das Unrecht der Tat einzusehen und nach dieser Einsicht zu handeln".

Da der Tatvorwurf mit der psychischen Erkrankung der Beschuldigten "verknüpft" sei, wurde die Öffentlichkeit nach Verlesung der Antragsschrift vom Gericht ausgeschlossen. "Damit muss dem Informationsinteresse der Öffentlichkeit Genüge getan sein", sagte der Vorsitzende Richter. Für das Verfahren sind bis Mitte August fünf Verhandlungstage terminiert.

bbr/dpa



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