Tödlicher Angriff in Köthen Verurteilter Afghane abgeschoben

Ein 18-jähriger Straftäter ist nach Afghanistan abgeschoben worden. Der junge Mann war nach dem Tod eines 22-Jährigen in Köthen wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt worden.

Angeklagte mit Anwälten im Landgericht Dessau-Roßlau (Foto vom 5. Februar 2019)
Sebastian Willnow/DPA

Angeklagte mit Anwälten im Landgericht Dessau-Roßlau (Foto vom 5. Februar 2019)


Ein Mann, der wegen des Todes eines herzkranken Mannes in Köthen verurteilt wurde, ist abgeschoben worden. Der Afghane habe am Dienstag in einem Sammelcharter nach Kabul mit 45 Ausreisepflichtigen gesessen, teilte das Innenministerium von Sachsen-Anhalt mit.

Das Landgericht Dessau-Roßlau hatte am 17. Mai einen damals 17 und einen 19 Jahre alten Afghanen zu Jugendstrafen von einem Jahr und fünf Monaten sowie einem Jahr und acht Monaten wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. Abgeschoben wurde einem Sprecher zufolge der jüngere von beiden. Er ist demnach mittlerweile volljährig.

Die beiden Männer hatten nach Überzeugung des Gerichts einen herzkranken 22-Jährigen im September 2018 in Köthen zunächst gestoßen und den am Boden Liegenden dann getreten. Als Todesursache stellten Rechtsmediziner einen plötzlichen Herztod fest.

Der Fall hatte bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt, es gab rechtsgerichtete Demonstrationen und Gegenproteste. Auch nach dem Urteil war es zu Protesten in der Stadt gekommen.

bbr/dpa

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