Razzien "Kokaintaxis" in Berlin - Ermittler fassen sechs mutmaßliche Dealer

Drogenfahnder haben im Großraum Berlin einen Lieferservice für Kokain ausgehoben. 17 Wohnungen, Autos, Läden und eine Laube wurden durchsucht.

Kokain (Symbolbild): Razzien mit 170 Einsatzkräften
Christian Charisius/dpa

Kokain (Symbolbild): Razzien mit 170 Einsatzkräften


Die Ermittlungen zogen sich über fünf Monate hin, 170 Einsatzkräfte schlugen nun zu: In Berlin und Brandenburg sind Polizisten, Drogenfahnder und Finanzermittler gegen einen Drogenring vorgegangen. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin mit.

Die Bande soll einen Lieferservice für Kokain betrieben haben, sechs Tatverdächtige wurden im Zuge der Razzien festgenommen. Seit Mai führt die Berliner Polizei eine eigene Statistik zu "Btm-Lieferservice" bei illegalem Handel mit Kokain. Btm steht für Betäubungsmittel. Allein bis zum 1. Oktober hatte die Polizei nach eigenen Angaben 35 solcher Ermittlungsverfahren eingeleitet. (Mehr über das Phänomen der "Drogentaxis" erfahren Sie hier.)

Im aktuellen Fall durchsuchten die Ermittler am Mittwoch insgesamt 17 Objekte, darunter Wohnungen, Autos, Läden und eine Laube. Auch Rauschgift- und Sprengstoffspürhunde waren im Einsatz. Bei den Razzien stellten die Fahnder unter anderem Betäubungsmittel, eine scharfe, geladene Schusswaffe, Munition und eine fünfstellige Geldsumme sicher.

Die festgenommenen Tatverdächtigen sind zwischen 18 und 39 Jahre alt und sollen nun dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen gemeinschaftlichen bandenmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vor.

Großer Kokain-Fund in Italien - Ziel Deutschland

Kokain wird in Deutschland zunehmend zu einem Problem. Im italienischen Hafen Gioia Tauro hat die Polizei nun eine große Menge des Rauschgifts beschlagnahmt, die nach Angaben der Ermittler für Deutschland bestimmt war. Sie stellten fast 1200 Kilo mit einem Marktwert von mehr als 250 Millionen Euro in Bananenkisten sicher, wie die Polizei in der Region Kalabrien am Donnerstag mitteilte.

"Es handelt sich um eine der größten Drogenbeschlagnahmungen, die jemals auf nationalem Gebiet gemacht wurden", hieß es in der Mitteilung zu der Fracht aus Südamerika. Die 144 grünen Packungen waren am Montag in einem Kühlcontainer entdeckt worden.

apr/dpa



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