Landesweite Razzien Kolumbianische Polizei verhaftet 700 Drogendealer

Nahe Schulen sollen sie Kokain und Marihuana verkauft haben: Bei landesweiten Großeinsätzen hat die Polizei in Kolumbien Hunderte Dealer verhaftet. 760 Kilo Rauschgift wurden beschlagnahmt.


Es ist ein massiver Schlag gegen das organisierte Verbrechen: Bei landesweiten Razzien hat die kolumbianische Polizei mehr als 700 Drogendealer gefasst. Die Verdächtigen hätten vor allem in der Nähe von Schulen und Universitäten Kokain und Marihuana verkauft, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Der Großeinsatz in den Städten Bogotá, Medellín, Cali, Bucaramanga und Pereira hatte am Mittwoch begonnen. Insgesamt seien 760 Kilogramm Rauschgift, rund 30 Schusswaffen und 21 Fahrzeuge beschlagnahmt worden.

Kolumbien ist neben Peru und Bolivien das wichtigste Herkunftsland von Kokain. Der Großteil wird in die USA und nach Europa geschmuggelt, auch der heimische Markt ist unter den Verbrechersyndikaten heftig umkämpft. Der Drogenhandel befeuert zudem den seit Jahrzehnten andauernden Konflikt zwischen staatlichen Sicherheitskräften, rechten Paramilitärs und linken Guerillagruppen.

amt/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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nofreemen 01.08.2015
1. ein Tröpfchen auf den heissen Stein
Super Arbeit; das gibt Platz für die zweite Reihe. Die drecks Arbeit macht die Polizei und das Geschäft die neuen Bosse. Das nennt man "Arbeitsteilung"
hevopi 01.08.2015
2. Viel wichtiger ist es doch,
mal den Ursachen auf den Grund zu gehen. Die Drogendealer handeln doch oft aus lauter Verzweiflung, die wirklichen Bosse (sh. Mexico) führen sich dagegen oft noch als Wohltäter auf. So lange wir in der Welt dieses Ungleichgewicht zwischen steinreich und bitterarm haben, bleibt den "Armutsflüchtlingen" keine andere Wahl, um ihre Familien zu ernähren.
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