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22. Juni 2016, 07:17 Uhr

Kolumbien

Serientäter gesteht 25 Morde

Unter den Opfern sollen seine Frau und deren Kinder gewesen sein: In Kolumbien hat ein 44-jähriger Mann mehr als zwei Dutzend Morde eingeräumt. Die meisten seiner Opfer waren demnach Frauen.

In Kolumbien hat sich ein Mann als Serienmörder zu erkennen gegeben und damit das ganze Land geschockt. Der 44-Jährige hat demnach unter anderem seine Ehefrau und deren Kinder getötet. Das Geständnis sei glaubwürdig, sagte der Direktor für öffentliche Sicherheit bei der Staatsanwaltschaft, Luis González.

Der Tatverdächtige führte die Ermittler demnach zu der Stelle, wo er vier seiner Opfer verscharrt hatte. Die Leichen wurden nun auf einem Gutshof in der Ortschaft Guarne im Nordwesten Kolumbiens exhumiert. "Die Personen wurden mit einem Nylonband erdrosselt. Ein Leichnam wurde verbrannt", sagte González. Der Verdächtige habe die Taten ruhig eingeräumt. "Er wusste, was er tat."

Zumindest der Mord an den fünf und sieben Jahre alten Kindern hätte möglicherweise verhindert werden können. Weil Lehrer ihrer Schule den Verdacht geäußert hatten, die Kinder würden zu Hause misshandelt, verbrachten sie drei Tage in einem Heim. Ein Arzt stellte den Eltern jedoch ein positives Gutachten aus, sodass die Stiefkinder in das Haus des Mannes zurückkehrten.

"Man glaubt nicht, dass er ein Monster war"

Die meisten Opfer des Gutsverwalters seien Frauen gewesen, teilten die Ermittler mit. Nach den Taten habe er persönliche Gegenstände wie die Kleidung seiner Opfer behalten. Über die Handys der Toten habe er Kontakt zu den Angehörigen gehalten und sie glauben lassen, seine Opfer hätten die Region verlassen und seien noch am Leben. Bei einer Hausdurchsuchung entdeckten die Ermittler 16 Mobiltelefone.

Vor seinen Arbeitskollegen soll der Mann mit seinen Taten geprahlt haben. Die glaubten ihm allerdings nicht. "Er hat uns von den Stricken erzählt, aber wir haben es nicht geglaubt. Das ist ja sehr makaber, und wir dachten, er sei verrückt", sagte ein Kollege des Mannes dem Fernsehsender RCN.

Die Nachbarn wollen lange nichts Außergewöhnliches an dem Gutsverwalter bemerkt haben. "Er war ein normaler Typ. Er nahm an den Fußballturnieren teil und war Teil der Gemeinschaft. Man glaubt ja nicht, dass er ein Monster war", sagte der Gemeinderat Enrique Carvajal der Zeitung "El Tiempo".

Allerdings hätten die anderen Dorfbewohner auch nicht viel über den Mann, seine Vergangenheit oder Herkunft gewusst. "Es bleibt ein Trauma. Die Gemeinschaft hat einen Psychopathen genährt", sagte Carvajal. "Gesichter können wir sehen, aber in Herzen können wir nicht schauen."

mxw/dpa

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