Landgericht Kleve Prozess gegen mutmaßliche Gruppenvergewaltiger hat begonnen

Fünf Männer sollen zwei Frauen in Krefeld möglicherweise mit K.o.-Tropfen wehrlos gemacht und vergewaltigt haben. Der Anklage zufolge filmten sie die Taten. Nun stehen sie vor Gericht.
Fünf Männer müssen sich vor dem Landgericht Kleve verantworten: Sie sollen zwei Frauen vergewaltigt haben

Fünf Männer müssen sich vor dem Landgericht Kleve verantworten: Sie sollen zwei Frauen vergewaltigt haben

Foto: Fabian Strauch/dpa

Sie sollen Frauen wehrlos gemacht und sie dann gemeinsam vergewaltigt und sexuell missbraucht haben - vor dem Landgericht Kleve hat der Prozess gegen fünf junge Männer begonnen. Laut Anklage sollen die 24 bis 29 Jahre alten Angeklagten den Frauen möglicherweise K.-o.-Tropfen ins Glas geschüttet und sie dadurch wehrlos gemacht haben.

Demnach brachten sie eine Frau im Februar und ihr zweites Opfer Mitte März in die Wohnung eines Angeklagten in Krefeld, vergewaltigten sie nacheinander, missbrauchten sie auch zusammen und schlugen sie. Davon machten die Angeklagten laut Staatsanwaltschaft Videos mit ihren Handys. Die Frauen lernten sie nach Erkenntnissen der Anklage in einer Düsseldorfer Diskothek kennen.

Die Männer werden der gemeinschaftlichen Vergewaltigung, der gefährlichen Körperverletzung und der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs beschuldigt. Bei der Gruppenvergewaltigung im Februar waren der Anklage zufolge vier der Beschuldigten mit dabei, in dem zweiten Fall Mitte März drei. Den Angeklagten droht nach Gerichtsangaben bis zu 15 Jahre Haft.

Während die anderen Angeklagten sich am ersten Tag nicht zu den Vorwürfen äußern wollten, sagte ein 29-jährige Student zu dem zweiten Fall im März aus. Er sagte, dass sie mit der Frau vorher Grenzen abgesprochen hätten. Alles sei einvernehmlich gewesen.

Die beiden mutmaßlichen Opfer sind Nebenkläger in dem Verfahren. Der Prozess, der vom Landgericht Kleve geführt wird, begann aus Platzgründen im Amtsgericht Neuss.

cop/dpa
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