Kriminalität Flugzeug in der Türkei entführt - vielen Passagieren gelingt die Flucht

Zwei Kidnapper haben auf dem Weg von Nordzypern nach Istanbul ein Flugzeug in ihre Gewalt gebracht. Sie forderten den Weiterflug nach Teheran. Zum Auftanken landete die Maschine zunächst in Antalya. Dort gelang es den meisten Passagieren, aus der Maschine zu fliehen.


Ankara - Die beiden Luftpiraten hätten das Flugzeug nach Iran oder Syrien bringen wollen, sagte Tuncay Doganer, Sprecher der Fluggesellschaft Atlasjet. Der Pilot habe jedoch versichert, die Maschine müsse dringend aufgetankt werden und so eine Notlandung in Antalya durchgesetzt. Das türkische Fernsehen zeigte mehrere Passagiere, die sich aus dem hinteren Teil des Flugzeugs gerettet haben.

Landung in Antalya: "Sie haben gesagt, sie seien von al-Qaida"
REUTERS

Landung in Antalya: "Sie haben gesagt, sie seien von al-Qaida"

"Sie haben gesagt, sie seien von al-Qaida, sie haben versucht, ins Cockpit einzubrechen", sagte ein Mann dem türkischen Fernsehsender NTV. Eine befreite Passagierin berichtete, die Entführer hätten Frauen und Kinder nach vorne gebeten, um sie freizulassen, währenddessen hätten Passagiere inten die Tür aufgebrochen.

Den entkommenen Reisenden zufolge sprachen die beiden Entführer Arabisch, manchmal Englisch. Sie hätten gedroht, sie hätten eine Bombe. Die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, neun Passagiere und zwei Besatzungsmitglieder seien weiterhin an Bord. Atlasjet-Sprecher Doganer sprach von sechs Geiseln, die sich noch im Flugzeug befinden. Ursprünglich waren 136 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord der entführten Maschine.

"Der Zwischenfall ist unter der Kontrolle der Sicherheitskräfte", sagte der Atlas-Sprecher. "Wir hoffen, dass es bald vorüber ist." Das Flugzeug ist von Antiterror-Einsatzkräften umstellt.

Die gekidnappte Maschine war auf dem Flughafen Ercan im türkischen Nordzypern gestartet und war auf dem Weg nach Istanbul.

asc/Reuters/AP/AFP/dpa



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